Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nvision: Kein Rückruf von Notebooks mit Nvidia-GPUs

Nvidia-Vize sieht Notebook-Hersteller in der Pflicht. In einem Roundtable-Gespräch mit Journalisten hat Nvidia-Mitbegründer Chris Malachowsky bekräftigt, dass es bis auf weiteres keine Aktionen seines Unternehmens im Umgang mit defekten Notebook-GPUs geben wird. Nvidia habe in dieser Sache alles getan, der Rest liege bei Firmen wie Dell und HP.
/ Nico Ernst
20 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

"Wir könnten uns nicht noch mehr hinter unsere Produkte gestellt haben" polterte Chris Malachowsky auf die Frage, ob die Rückstellungen von bis zu 200 Millionen US-Dollar genügend Abhilfe für das Problem mit einigen Notebook-GPUs seien.

Immerhin, so Malachowsky, würde Nvidia den Notebook-Herstellern das gesamte Gerät ersetzen und nicht nur die Kosten für den Grafikprozessor. Zudem trete das Problem, bei dem die GPU überhitzen kann, "nur unter sehr seltenen Bedingungen" auf, und der "root cause" sei bereits gefunden. Mit diesem Begriff bezeichnen Halbleiterhersteller den Auslöser eines Problems, auch wenn dessen Symptome sich ganz anders äußern können.

Was dieser "root cause" sei, wollte Malachowsky jedoch nicht verraten. Es liege, so der Nvidia-Vize, in der Verantwortung der Notebook-Hersteller, ob sie ihre Kunden darüber informieren wollten. Nvidia könne hier nicht vorgreifen. Der Fehler liege jedoch an "etwas, das wir getan haben." so Malachowsky weiter. Nvidia habe sich dabei jedoch strikt "an Industrie-Standards gehalten." Den auf einschlägigen Webseiten verbreiteten Gerüchten, alle GPUs der Serien G84 und G86 seien defekt, widersprach der Nvidia-Vize jedoch entschieden: "Es ist nicht jedes Notebook betroffen."

Wie andere Nvidia-Mitarbeiter in San Jose hinter vorgehaltener Hand erklären, ist die Situation für die Benutzer von Notebooks mit Nvidia-Prozessoren der betroffenen Serien jedoch durchaus unbefriedigend. Wer ein Notebook mit einem G84 oder G86-Prozessor besitzt, kann nach derzeitigem Stand nie wissen, ob die darin verbaute GPU irgendwann ausfällt. Vertragspartner ist jedoch der Händler, und dessen Lieferant ist der Hersteller des Notebooks. Da Nvidia den Notebook-Herstellern mögliche Garantiefälle ersetzen will, sieht sich der Chiphersteller hier nicht weiter in der Schuld.


Relevante Themen