Verwirrspiel um Hack bei Best Western Hotels

Hotelkette: Bericht über Datendiebstahl übertrieben

Die Hotelkette Best Western bestreitet den Bericht einer Wochenzeitung über einen massiven Datendiebstahl. Nur der Computer eines Hotels in Deutschland sei von einem Trojaner befallen gewesen. Der Angreifer habe nur Zugriff auf zehn Datensätze gehabt. Der schottische Sunday Herald bleibt dagegen bei seiner Darstellung.

Artikel veröffentlicht am ,

Entwarnung für knapp acht Millionen Gäste von Best Western? Der vermeintliche Datendiebstahl sei absolut übertrieben, verkündet die Hotelkette Best Western und bestreitet damit den Bericht der schottischen Wochenzeitung Glasgow Sunday Herald. Diese hatte geschrieben, dass sich ein indischer Cracker Zugang zum Reservierungssystem der Hotelkette verschafft und Daten von knapp acht Millionen Kunden, aus den Jahren 2007 und 2008, an die russische Mafia verkauft haben soll. Auch Golem berichtete über diesen Fall.

Stellenmarkt
  1. IT-Architektin bzw. IT-Architekt (m/w/d)
    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg
  2. Senior Engineer / System Architekt (m/w/d) Elektro-Pneumatik
    Continental AG, Regensburg
Detailsuche

Laut Best Western ist das Unternehmen nicht Opfer einer solchen Attacke geworden. Man habe sofort die Sicherheitssysteme überprüft, heißt es in einer Stellungnahme an Golem.de. "Die Überprüfung der in der 'Glasgow Sunday Herald' geschilderten Vorkommnisse hat keinerlei Hinweis darauf gegeben, dass die Behauptungen zutreffen." Best Western erwäge derzeit rechtliche Schritte gegen den Verfasser, sagte eine Unternehmens-Sprecherin Golem.de.

Lediglich der Computer eines Hotels der Franchise-Kette sei mit einem Trojaner infiziert gewesen. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Best Western am 21. August 2008, im "Hotel am Schloss Köpenick" in Berlin. Nachdem das Antivirenprogramm die Schadsoftware erkannt habe, seien alle Systeme des Hotels abgeschaltet worden. Der Angreifer habe nur Zugriff auf zehn Datensätze gehabt. Die Betroffenen seien umgehend benachrichtigt worden.

Bill Mackintosh, Nachrichtenchef des Glasgow Sunday Herald, bestätigte gegenüber Golem.de dagegen den früheren Bericht und verwies auf einen aktuellen Artikel des australischen IT-Nachrichtenangebotes IT Wire. Darin erklärt Iain Bruce, der Autor des Sunday Herald-Artikels, er verfüge über eine E-Mail der Hotelkette, die seine Zahlenangaben bestätigte. Zudem habe er Screenshots der "Administrationsoberfläche der Reservierungsdatenbank", die seinen Bericht untermauern würden. Darauf seien unter anderem einige Transaktionen sowie Datensätze mit Namen, Adressen, Kreditkarten und Angaben über häufige Gäste zu sehen gewesen.

Best Western hingegen erklärt, es würden nur Daten für die Bearbeitung der jeweiligen Reservierung erhoben: "Sämtliche Kreditkarteninformationen und alle anderen persönlichen Informationen werden sofort nach Abreise des Gastes gelöscht." [von Werner Pluta und Achim Sawall]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Der Kaiser 28. Aug 2008

Dafür gibt es einen Automatismen, wie automatische Updates, IDS..

nitramk 27. Aug 2008

Die Kreditkartendaten werden ganz sicher nicht gelöscht. Ich musste letzte Woche nur die...

Der Kaiser 27. Aug 2008

Nicht destotrotz ist Intranet immer schön fein getrennt vom Internet zu betreiben.

Jay Äm 27. Aug 2008

Stimmt. Man, wie kurzsichtig man doch manchmal sein kann! Das nächste mal werde ich...

wieso-kann... 27. Aug 2008

hey mein kleiner, wie sagte schon Nuhr...wenn man keine ahnung hat, einfach mal fresse...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /