Nvision: 3D-Spiele via LCD-Brille und Monitor mit 120 Hertz

Flimmerfreie Stereoskopie, aber nur mit Nvidia-Karten

Nividia und Viewsonic zeigen derzeit in San Jose auf der Messe "Nvision 08" eine Lösung für Spiele mit dreidimensionalem Bildeindruck. Das System basiert auf den bekannten LCD-Shutterbrillen, die hier aber besonders schnell arbeiten und zudem von mehreren Betrachtern gleichzeitig genutzt werden können. Dafür ist aber auch ein neuer Monitor nötig.

Artikel veröffentlicht am ,

Shutter-Brille im Einsatz
Shutter-Brille im Einsatz
Das Prinzip der Stereoskopie ist altbekannt, und seit den 1990er Jahren versuchen sich immer wieder Hersteller daran, es auch für Privatanwender interessant zu machen. Meist scheiterte das aber am starken Flimmern, das die Kombination aus Monitor und LCD-Brille hervorrief. Zudem muss der PC jedes Bild für das linke und rechte Auge getrennt berechnen, braucht also rund die doppelte Leistung wie für 2D-Darstellung.

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Diese Bilder werden abwechselnd gezeigt, die LCD-Shutter in der Brille verdunkeln jeweils das Auge, dessen Bild gerade nicht dargestellt wird. Die meisten bezahlbaren Lösungen kamen so nur auf 30 Hertz pro Auge (60 Hertz auf dem Display), was viele Menschen noch als starkes Flimmern wahrnehmen. Mit LC-Displays der Consumer-Klasse sind in der Regel auch nur bis zu 85 Hertz möglich, was dann 42,5 Hertz per Shutter ergeben würde.

3D-Testsysteme
3D-Testsysteme
Nvidia hat nun jedoch eine Brille gebaut, die mit 60 Hertz pro Auge arbeitet, der zugehörige Monitor mit 22 Zoll Diagonale stammt von Viewsonic. Damit ergibt sich eine sehr flüssige Darstellung, wie Golem.de bereits selbst ausprobieren konnte. Am überzeugendsten wirkte der 3D-Eindruck in den Innenleveln von "Devil may Cry" und beim Rennspiel "Racedriver Grid".

Ausgerechnet das von Nvidia favorisierte "Unreal Tournament 3" war mit LCD-Brille nicht allzu eindrucksvoll: Manche Objektkanten fielen auseinander, zudem sind viele Elemente wie das HUD und Textmeldungen immer noch 2D und stechen dann förmlich ins Auge. Das Fadenkreuz hat Nvidia aber selbst auf 3D getrimmt, es wäre sonst auch kaum auszumachen.

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Um die Unterstützung einzelner Spiele muss sich der Anwender nicht kümmern. Rund 350 Titel will Nvidia zum Start mit einem Profil im Treiber für das 3D-Display fit gemacht haben. Einzige Eingriffsmöglichkeit: An der Sende-Box für die Brille sitzt ein Drehregler, der den Fluchtpunkt nach vorne oder hinten verschieben kann, was somit den Effekt der Tiefe regelt (POV).

Unreal Tournament 3 in 3D
Unreal Tournament 3 in 3D
Gesteuert wird die Brille per Infarot über eine kleine Box die per USB am PC hängt. Diese Box strahlt in 270 Grad vor den Monitor und kann mit mehreren Brillen betrieben werden. Auch wenn man stark seitlich neben dem Bildschirm steht, ist der Effekt deutlich wahrnehmbar, der Fluchtpunkt verschiebt sich dabei, was jedoch sehr realistisch wirkt.

Die Brille selbst besitzt einen kleinen Akku, der mehrere Stunden durchhalten soll. Aufgeladen wird dieser per USB, im Betrieb ist das Nasenfahrrad kabellos. Die auf den Bildern zu sehenden Drähte sind Sicherheitskabel gegen Diebstahl. Denn kaufen kann man derzeit weder Brille noch Monitor, beides soll erst im vierten Quartal auf den Markt kommen. Die Brillen will Nvidia dann über seine Grafikkarten-Hersteller vertreiben, Viewsonic den Monitor. Auch die Preise für beide Geräte sind noch nicht endgültig beschlossen.

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Kein Kostverächter 29. Aug 2008

Caves werden in Forschungsinstituten und in der Industrie (Automobilindustrie z.B...

:-) 27. Aug 2008

Aha! Dann mach doch mal folgendes: Lass deinen Monitor mit 50 Hz laufen und stelle...

Endos 27. Aug 2008

Ich und einige andere die ich kenne, können leider keine Kontaktlinsen nutzen. Aber an...

asdasdasd 26. Aug 2008

http://www.nvidia.com/object/3d_stereo.html eher da ^^



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