Nvision: 3D-Spiele via LCD-Brille und Monitor mit 120 Hertz

Diese Bilder werden abwechselnd gezeigt, die LCD-Shutter in der Brille verdunkeln jeweils das Auge, dessen Bild gerade nicht dargestellt wird. Die meisten bezahlbaren Lösungen kamen so nur auf 30 Hertz pro Auge (60 Hertz auf dem Display), was viele Menschen noch als starkes Flimmern wahrnehmen. Mit LC-Displays der Consumer-Klasse sind in der Regel auch nur bis zu 85 Hertz möglich, was dann 42,5 Hertz per Shutter ergeben würde.
Ausgerechnet das von Nvidia favorisierte "Unreal Tournament 3" war mit LCD-Brille nicht allzu eindrucksvoll: Manche Objektkanten fielen auseinander, zudem sind viele Elemente wie das HUD und Textmeldungen immer noch 2D und stechen dann förmlich ins Auge. Das Fadenkreuz hat Nvidia aber selbst auf 3D getrimmt, es wäre sonst auch kaum auszumachen.
Um die Unterstützung einzelner Spiele muss sich der Anwender nicht kümmern. Rund 350 Titel will Nvidia zum Start mit einem Profil im Treiber für das 3D-Display fit gemacht haben. Einzige Eingriffsmöglichkeit: An der Sende-Box für die Brille sitzt ein Drehregler, der den Fluchtpunkt nach vorne oder hinten verschieben kann, was somit den Effekt der Tiefe regelt (POV).
Die Brille selbst besitzt einen kleinen Akku, der mehrere Stunden durchhalten soll. Aufgeladen wird dieser per USB, im Betrieb ist das Nasenfahrrad kabellos. Die auf den Bildern zu sehenden Drähte sind Sicherheitskabel gegen Diebstahl. Denn kaufen kann man derzeit weder Brille noch Monitor, beides soll erst im vierten Quartal auf den Markt kommen. Die Brillen will Nvidia dann über seine Grafikkarten-Hersteller vertreiben, Viewsonic den Monitor. Auch die Preise für beide Geräte sind noch nicht endgültig beschlossen.



