Massenhaft Zugriffe auf Kinderpornodateien aus Konstanz
Als einer der Täter wurde der Vater beziehungsweise Stiefvater der Opfer ermittelt, ein 41jähriger ist inzwischen zu acht Jahren Haft verurteilt, berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster). Die Fahnder konnten in den über zwei Jahre laufenden Ermittlungen außerdem in drei Fällen, in Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, "anhaltenden sexuellen Missbrauch" aufdecken.
International wurden die seit Juni 2006 laufenden Ermittlungen als "Operation Smasher" geführt und über 9.000 IP-Adressen aus den USA, über 4.000 aus Großbritannien sowie rund 2.600 aus Japan zusammengetragen. Ausgangspunkt war die Information eines italienischen Kinderschutzportals, so das Landeskriminalamt Bayern.
Der direkte Link auf die beiden Videodateien war in einschlägigen Onlineforen verbreitet worden. Das Material war aber nicht über Suchfunktionen zu finden, so das LKA. Der Speicherplatzanbieter, der keine Kenntnis über die Inhalte hatte, stellte den Ermittlern die Protokolldaten zur Verfügung. Dabei mussten die Fahnder feststellen, dass innerhalb eines Monates mehr als 48.000 Zugriffe auf diese Inhalte erfolgt waren. Selbst für internationale Fälle sei diese Zahl "erschreckend hoch", so das LKA weiter.
Zum Bearbeiten der umfangreichen Daten setzte das LKA den Angaben zur Folge erstmalig spezielle Recherche-Tools ein. Bei den Durchsuchungen in Deutschland stellte die Polizei mehr als 1.000 PCs, 1.800 Videos und fast 45.000 Datenträger sicher. In mehreren hundert Fällen sei der "unmittelbare Tatnachweis" bereits geführt worden.
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