iTunes in China blockiert - iPhone-Boykott droht (Update)

Apple wegen Veröffentlichung eines Protestalbums zu Tibet abgestraft

Apples Online-Musikshop iTunes wird von der chinesischen Regierung blockiert. Die Sperrung ist seit dem 18. August 2008 aktiv. Einen Tag zuvor war das Album "Songs for Tibet" von der New Yorker "Art of Peace Foundation" in den Verkauf gegangen. Staatliche Medien berichten über Boykottaufrufe gegen Apple-Produkte wie das iPhone.

Artikel veröffentlicht am ,

iTunes ist für Nutzer aus China nicht mehr erreichbar. "Wir sind über Probleme beim Log-in informiert. Momentan geben wir dazu keinen Kommentar ab", so Huang Yuna, Apple-Sprecherin in Peking. Angaben zum Umfang der Sperrung und der Anzahl der Betroffenen wurden nicht gemacht.

Stellenmarkt
  1. IT-Administratorin/IT-Admini- strator (m/w/d)
    Max Rubner-Institut, Karlsruhe
  2. Bioinformatikerin / Bioinformatiker oder Biotechnologin / Biotechnologe - Mikrobiologie und ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
Detailsuche

Apple betreibt keine iTunes-Server auf chinesischem Staatsgebiet. Verbindungsprobleme für den Downloadshop habe es immer mal wieder gegeben, aber nie in einem solchem Umfang, heißt es von Seiten chinesischer Anwender. Erst im Juli 2008 hatte Apple sein erstes Ladengeschäft in Peking eröffnet.

Das "Songs for Tibet"-Album, offenbar der Anlass für die Sperrung, ist Teil einer Protestaktion für den Dalai Lama und enthält neben Songs von Sting, Suzanne Vega, Alanis Morissette, Garbage und weiteren Interpreten auch eine 15-minütige Rede des religiösen Führers.

Einen Tag vor Beginn der Olympischen Spiele erklärte Michael Wohl, Executive Director bei der Art of Peace Foundation, dass das Album den Athleten vor Beginn der Olympischen Spiele zum kostenlosen Download bereitstünde. "Wir schlugen ihnen vor, als Zeichen des Protestes, während der Spiele einen MP3-Player zu tragen", sagte er.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.10.2022, Virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Kate Saunders, von der "International Campaign for Tibet", erklärte dem britischen Guardian, dass die iTunes-Sperrung kurz nach Herausgabe einer Presseerklärung erfolgte, in der die Aktivisten berichtet hatten, dass über 40 Olympioniken das Album heruntergeladen hätten.

Wie das staatliche "China Internet Information Center" berichtet, habe das Album "Songs for Tibet" zu "Entrüstungsstürmen unter chinesischen Internetnutzern" geführt. Sie hätten dem Wunsch Ausdruck verliehen, den "Sängern und Produzenten des Albums, allen voran Sting, John Mayer und Dave Matthews", die Einreise nach China zu verweigern. "Einige sagen, sie wollen von jetzt an alle Apple-Produkte boykottieren, darunter auch das populäre iPhone, dass nicht in China verfügbar ist, weil die Verhandlungen zwischen Apple, China Mobile and China Unicom abgebrochen wurden", heißt es weiter.

Anfang August 2008 hatte in China bereits die Internetzensur im Olympischen Pressezentrum für weltweites Aufsehen gesorgt.

Nachtrag vom 25. August 2008, 16:12 Uhr

Inzwischen ist iTunes von China aus wieder erreichbar, erklärt Clothilde Le Coz, von der Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen", gegenüber Golem.de. "Nur die Website, die das Songs for Tibet-Album anbietet, ist unerreichbar. Das gleiche gilt für Amazon.com". Die Webpräsenz von Reporter ohne Grenzen sei seit heute von China aus wieder zugänglich, so Le Coz weiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


asa (Golem.de) 25. Aug 2008

Lieber Leser, da ist nichts von vorgestern, aber trotzdem danke für den Hinweis. Unsere...

fanzat 25. Aug 2008

Haben eben den deutschen und den amerikanischen Store ausprobiert, beide laufen zwar wie...

Peter Posse 25. Aug 2008

Ups, wie peinlich: der Hartz IV-Empfänger hat offenbar Helmut Schmidt mit Gehrad...

AL 24. Aug 2008

Hmm, ne der riesige Unterschied lässt sich auf gut 1mm schrumpfen.. Ausser dass Hitler...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
e.Go Life getestet
Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen

Der e.Go Life aus Aachen sollte Elektromobilität erschwinglich machen. Doch nach 1.500 ausgelieferten Exemplaren ist nun Schluss. Was nachvollziehbar ist.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

e.Go Life getestet: Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen
Artikel
  1. Logistik: Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland
    Logistik
    Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland

    Amazon hat 20 Elektro-Lkw bei Volvo bestellt und will so klimafreundlicher werden. Dazu kommen Tausende kleinere Laster mit Elektroantrieb.

  2. Elektroauto: VW ID.2 X soll 400 km weit fahren
    Elektroauto
    VW ID.2 X soll 400 km weit fahren

    Volkswagen will angeblich den ID.2 X als kompaktes E-SUV positionieren und mit einer respektablen Reichweite ausstatten.

  3. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /