Gears 0.4 bringt Geolocation- und Blob-API
Gears 0.4 wartet unter anderem mit einem neuen Geolocation-API(öffnet im neuen Fenster) auf, das vor allem für mobile Applikationen interessant ist. Es bietet eine einheitliche Schnittstelle zur Abfrage des aktuellen Standorts. Die eigentliche Positionsbestimmung nimmt Gears aber nicht vor, vielmehr bedient es sich den zur Verfügung stehenden Quellen: die Bestimmung erfolgt beispielsweise durch ein integriertes GPS-Modul, einen Dienst, der den Standort der aktuell erreichbaren WLAN-Hotspots kennt oder durch den Mobilfunkanbieter anhand der verwendeten Mobilfunk-Basisstationen. Geht es darum, die Position immer wieder neu zu bestimmen, kann es beispielsweise ratsam sein, auf den Einsatz des GPS-Moduls zu verzichten, um den Akku zu schonen.
Video: Google Gears for Mobile Power Up your Mobile Web App |
Das Geolocation-API liegt mittlerweile dem W3C als Entwurf zur Standardisierung vor.
Ebenfalls neu ist das Blob-API(öffnet im neuen Fenster), das JavaScript den Umgang mit Binärobjekten beibringt. Ein Blob repräsentiert dabei einen beliebigen Block von Binärdaten, beispielsweise eine Bilddatei. Es handelt sich also eher um einen Verweis auf ein solches Binärobjekt, mit dessen Hilfe sich diese Daten an andere Gears-APIs übergeben lassen, beispielsweise das Canvas API zur Bildmanipulation. In Kombination mit dem Desktop-API lassen sich zudem mehrere Dateien auf einen Schlag übertragen und auch der aktuelle Fortschritt des Uploads ausgeben. Eine Funktion, die viele bei größeren HTTP-Uploads schmerzlich vermissen.
Gear 0.4 steht ab sofort unter gears.google.com(öffnet im neuen Fenster) für Windows, Linux, MacOS X und Windows Mobile zum Download bereit. Als Browser werden derzeit Internet Explorer und Firefox unterstützt. Opera arbeitet zusammen mit Google an einer Gears-Unterstützung für seinen Browser, für Safari hat Google intern bereits eine lauffähige Version.
Weitere Details zu Gears und wie Google damit versucht, die Web-Entwicklung zu beschleunigen und zu beeinflussen, zeigt unser Artikel "Google bastelt am Browser der Zukunft" auf.
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