Abo
  • IT-Karriere:

FCC veröffentlicht Entscheidung im Comcast-Fall

Blockade von "illegalen Inhalten" ist zulässig

Die Federal Communications Commission (FCC) in den USA hat gestern ihre Entscheidung im Comcast-Fall veröffentlicht. Die Blockade von legalen Inhalten von Seiten Comcasts war demnach unzulässig. Die FCC legt Internetprovidern in ihrer Entscheidung zugleich nahe, in Zukunft "illegale Inhalte zu blockieren".

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Wie die FCC bereits Anfang August angekündigt hatte, wurde Comcast dazu verurteilt, die diskriminierende Praxis der gezielten Blockade einzelner P2P-Protokolle zum Datenaustausch zu beenden. In den Augen der FCC stellt diese einen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorgaben dar. Innerhalb von 30 Tagen muss Comcast alle Details seiner "unvernünftigen Netzwerkmanagementpraktiken" offen- und einen Plan vorlegen, wie das Unternehmen in Zukunft vorgehen will.

Stellenmarkt
  1. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf
  2. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Braunschweig

An mehreren Stellen in dem 67-Seiten-Dokument (PDF) eröffnet die FCC Internetprovidern allerdings eine Perspektive, mit welchen Argumenten sie auch in Zukunft in den P2P-Datenverkehr eingreifen könnten. So heißt es etwa auf Seite 31: "Wir halten fest, dass Provider in Übereinstimmung mit der Politik des Staatenbundes die Übertragung illegaler Inhalte (wie zum Beispiel Kinderpornografie) oder bei Copyrightverletzungen blockieren dürfen, weil 'Verbraucher [nur] Anspruch auf Zugang zu legalen Inhalten ihrer Wahl haben'."

Mit anderen Worten: Sollten die Provider feststellen, dass ihre Kunden in Tauschbörsen unerlaubt Musik, Filme, Bücher und so weiter verbreiten, dürften sie die entsprechenden Verbindungen zur Datenübertragung mit dem Segen der FCC kappen. Um aber in Erfahrung zu bringen, ob ihre Kunden illegal Daten tauschen, müssten die Provider beispielsweise per Deep Package Inspection (DPI) permanent die Datenströme überwachen, wie von Rechteinhabern schon seit langem gefordert und von diversen großen Internetprovidern in verschiedenen Ländern unterstützt wird. Die FCC-Entscheidung dürfte damit dem Einsatz von "Copyrightfiltern" bei Internetprovidern deutlich Vorschub leisten. Für Werbezwecke ist DPI ohnehin schon im Einsatz, wie die Washington Post im April aufgedeckt hatte. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

robinx 22. Aug 2008

Ja und wie soll das ganze jetzt aussehen wenn man mittels deep packet inspcetion auf...

vektor 21. Aug 2008

Bin dafür, dass Briefe und Pakete vorsorglich von der Post geöffnet und deren Inhalt...

LX 21. Aug 2008

Ein solches Vorgehen setzt jede Datenübertragung einem Generalverdacht aus. Bei einer...


Folgen Sie uns
       


Control - Fazit

Ballern in einer mysteriösen Behörde, seltsame Vorgänge und übernatürliche Kräfte: Das Actionspiel Control von Remedy Entertainment bietet spannende Unterhaltung.

Control - Fazit Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Umwelt: Grüne Energie aus der Toilette
Umwelt
Grüne Energie aus der Toilette

In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
Von Monika Rößiger

  1. Fridays for Future Klimastreiks online und offline

HP Pavilion Gaming 15 im Test: Günstig gut gamen
HP Pavilion Gaming 15 im Test
Günstig gut gamen

Mit dem Pavilion Gaming 15 bietet HP für 1.000 Euro ein Spiele-Notebook an, das für aktuelle Titel genügend 1080p-Leistung hat. Auch Bildschirm und Ports taugen, dafür nervt uns die voreingestellte 30-fps-Akku-Drossel.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebooks Asus ROG mit Core i9 und fixen oder farbstarken Displays

    •  /