Kritik: MobileMe überträgt Daten unverschlüsselt

Nur Anmeldedaten werden im Browser verschlüsselt übertragen

Kunden von Apples Dienst MobileMe kritisieren, dass die Daten via Browser unverschlüsselt übertragen werden. Nur die Kontodaten werden SSL-verschlüsselt, aber E-Mails, Termine und Adressen können von Unbefugten leicht abgefangen werden. Wenn diese über den gleichen WLAN-Hotspot ins Internet gehen, ist es kein großer Aufwand, auf die MobileMe-Daten zuzugreifen.

Artikel veröffentlicht am ,

Jeder Zugriff auf MobileMe über einen Webbrowser läuft in weiten Teilen unverschlüsselt, berichtet PCWorld. Lediglich der Anmeldevorgang wird SSL-verschlüsselt. Alle übrigen Daten wie E-Mails, Termine und Adressen werden dann unverschlüsselt mit dem MobileMe-Server ausgetauscht. Wer einen öffentlichen WLAN-Hotspot verwendet, läuft Gefahr, dass Unbefugte diese Daten abgreifen, die ebenfalls in diesem Hotspot angemeldet sind.

Gegen solche Angriffe kann man sich schützen, indem eine VPN-Software verwendet wird. Apple hat sich dazu auf Rückfrage von PCWorld nicht geäußert.

Seit dem Start machte MobileMe immer wieder Probleme. Der E-Mail-Dienst fiel immer wieder aus und Kunden verloren sogar Daten. Apple-Chef Steve Jobs gab sogar zu, dass der Dienst verfrüht gestartet wurde. Als Ausgleich gab es für MobileMe zunächst eine Verlängerung der Nutzungsdauer um 30 Tage, die Anfang der Woche um weitere 60 Tage verlängert wurde.

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