Photosynth - Microsoft macht die eigenen Fotos begehbar

Zur Darstellung eines Synth sind nach Angaben von Microsoft zwischen 20 und 300 Fotos nötig. Sinnvollerweise überschneiden sich die Aufnahmen. Zur Erstellung eines Synths klickt der Anwender auf der Photosynth-Website auf "Erzeugen", wählt Fotos aus und vergibt einen Namen. Nach dem Klick setzt die Software das Bild zusammen und lädt es auf die Server hoch. Das fertiggestellte 3D-Bild lässt sich anschließend betrachten. Wer die Synths anderer Anwender kommentieren oder eigene erzeugen möchte, benötigt eine Windows Live ID. Die Synths lassen sich auch in Webseiten, Blogs oder sozialen Netzwerken einbinden.
Der WDR zeigt schon zum Start eine Auswahl fertiger Synths aus Nordrhein-Westfalen. Bei dem Projekt werden gemeinsam mit Hörern und Zuschauern Sehenswürdigkeiten des Landes per Synth präsentiert. Als Erstes soll aus eingesendeten Fotos ein Synth des Kölner Doms entstehen.
Im Februar 2007 hatte Microsoft Live Labs ein neu gegründetes Unternehmen mit dem Namen Seadragon erworben. Dieses verfügt mit dem Seadragon-Modul über eine Technologie, mit der Bilder per Streaming übertragen und als animierte 3D-Anordnungen angezeigt werden. "Eine kleine funktionsübergreifende Gruppe von Designern, Programmmanagern, Forschern und Entwicklern hat gemeinsam am Entwurf, an der Erstellung und Bereitstellung von Photosynth gearbeitet. Dabei handelt es sich um ein System, das die 3D-Bildplatzierung und Navigationstechnologien mit dem zugrundeliegenden Seadragon-Modul kombiniert" , so Szeliski weiter.