IDF: Intel will die Welt retten - und steckt dafür zurück
Damit lässt sich dann auf dem Bildschirm schreiben und zeichnen. Aber auch die Bedienung des Systems und das Herumspielen mit Objekten, auch mit mehreren Stiften gleichzeitig, ist möglich. Letzteres führte Chung mit einer kleinen Physiksimulation vor, bei der er auf dem Bildschirm geometrische Figuren herumschubste.

Craig Barrettt spricht über Green-IT
Noch etwas bedeutender, aber auch nicht neu ist das Projekt Kiva, bei dem man per Kreditkarte oder Paypal Risikokapital an Kleinunternehmer in aller Welt verteilen kann. Dieses Prinzip der Mikro-Kredite brachte dem Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus aus Bangladesch 2006 den Friedensnobelpreis ein. Kiva, das nichts mit Yunus zu tun hat, überträgt das Konzept auch auf die westliche Welt und ins Internet. Jeder kann in kleine Unternehmen investieren, die dann mit etwas Glück Gewinne erwirtschaften. Das geht schon ab dem Investitionsvolumen von 25 US-Dollar.

Barretts simulierter Unfall
Im Bereich der Medizintechnik schaltete Barrett während seiner Rede live in eine Klinik nach Indien. Zuvor hatte über sein Handy bei einem vorgetäuschten Unfall ein Mitarbeiter die Versicherungskarte des Ex-CEO gescannt. Der Arzt in Indien hatte so in Minuten Barretts Unterlagen auf dem Schirm. Wäre der kleine Zusammenbruch dort passiert, hätte das genauso funktionieren können. Der in Deutschland gefürchtete "Auslandskrankenschein" soll so weltweit überflüssig werden.

Barretts Patientendaten aus Indien
Für diese und ähnliche Lösungen rief Barrett am Ende seiner Rede einen Wettbewerb aus, der über die Webseite intelchallenge.com abgewickelt wird. Wer in den Bereichen Bildung, Medizintechnik, Umweltschutz und Wirtschaftsentwicklung eine von einem unabhängigen Komitee für gut befundene Idee hat, bekommt 100.000 US-Dollar für deren Umsetzung. Die muss er dann aber auch selbst durchführen, denn "das Geld landet nicht auf eurem Privatkonto", warnte Barrett.

Pat Gelsinger
Am Nachmittag des ersten IDF-Tages folgt nun Pat Gelsingers Keynote. Wie der Intel-Vize und ehemalige CTO gegenüber Golem.de erklärte, wird es darin jede Menge Intel-Produkte geben - und auch einige neue. Dass Intel dabei wie früher Konkurrenzprodukte in den Mülleimer wirft, um die eigene Überlegenheit zu unterstreichen, ist ob der neu entdeckten Souveränität nicht zu erwarten. Dass aber auch hinter Barretts Intel-freiem Vortrag viel Kalkül steckt, liegt auf der Hand: Intel-Chips stecken heute vom PC über das Netzwerk bis zum Medizingerät in vielen alltäglichen Gegenständen. Bei der derzeit umkämpften "nächsten Milliarde" der PC-Besitzer in den Schwellenländern soll das nach Intels Willen auch so bleiben.
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Denkanstoss wofür? Soll ich jetzt nicht mehr bei IBM einkaufen? Nehmen wir mal rein...
Kann mir wer den relevanten Unterschied erklären?
Muss ich übersehen haben danke.