Infineon-Chef: Chipbranche steht vor mageren Zeiten

Handelsblatt: Die Werke der Fremdfertiger stehen in Asien. Stirbt die Chipbranche in Europa aus?

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Bauer: Sie sprechen hier die Fertigung an, aber die alleine macht nicht selig. Die Entwicklung ist ebenso wichtig. Weil wir immer enger mit den Kunden zusammenarbeiten, müssen die Entwickler auch vor Ort sein. In der Automobil- und Industrieelektronik ist der Leitmarkt Europa, das zieht die Halbleiterindustrie an. Auch die Kommunikation ist nach wie vor ein interessanter Markt in Europa.

Handelsblatt: Europa als Chipstandort ist also nicht in Gefahr?

Bauer: Wir leben von unseren Kunden. Wenn der Standort Deutschland nachlassen würde in seiner Innovationskraft, beispielsweise in der Industrie- oder Autoelektronik, dann würden wir das sehr wohl spüren. Aber bis jetzt gehe ich nicht davon aus, dass die Branche aus Europa verschwindet.

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Handelsblatt: Nochmal: Neue Werke entstehen aber hauptsächlich in Asien. Das lässt sich doch wohl nicht bestreiten, oder?

Bauer: Natürlich nicht, dort wo Löhne eine große Rolle spielen, gibt es Verlagerungstendenzen. Die vom Personal her sehr aufwendige Verpackung der Chips zum Beispiel findet fast ausschließlich in Asien statt.

Handelsblatt: Seit etlichen Jahren wird angesichts der roten Zahlen vieler Anbieter über eine Konsolidierung in der Halbleiterbranche geredet. Doch es entstehen weiter laufend neue Firmen. Ist das nicht paradox?

Bauer: Die Konsolidierung gibt es, aber nicht in der Form, dass weltweit nur noch fünf große Chipkonzerne den Markt beherrschen. Vielmehr bilden sich führende Anbieter in den einzelnen Segmenten, zum Beispiel für Automobilelektronik. Die Zahl der Firmen nimmt dabei nicht ab, aber die Gewichte verschieben sich.

[Das Interview führt Joachim Hofer für das Handelsblatt]

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