Wissenschaftler erstellen 3D-Modell eines Ameisenbaus

Der Nutzer erforscht den Bau aus der Ameisenperspektive

Mit Hilfe eines Bodenradars und eines Computers haben US-Wissenschaftler das 3D-Modell eines Ameisenbaus erstellt. Nutzer können die riesige Kolonie aus der Perspektive ihrer Bewohner erkunden.

Artikel veröffentlicht am ,

Texanische Blattschneiderameisen sind fleißige Nestbauer. Die von ihnen gegrabenen Höhlensysteme können die Ausmaße eines mehrstöckigen Hauses annehmen. Wollten die Forscher früher eine ausgedehnte Kolonie dieser Insekten erforschen, wartete viel Arbeit auf sie: Sie konnten einen Bagger einsetzen, der das Erdreich in Schichten abhob, und dann die Höhlen vermessen. Allerdings war diese Methode nicht sehr genau, da das Gewicht der Maschine die Verbindungsgänge zwischen den Höhlen des Baus eindrückte. Eine andre Möglichkeit war, einen Gusswerkstoff wie ein flüssiges Kunstharz in den Bau zu gießen und das Gebilde auszugraben, nachdem es getrocknet war. Beide Möglichkeiten waren nicht nur schweißtreibend für die Forscher, sondern bedeuteten auch das Ende für viele Ameisen aus der Kolonie.

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3D-Modell des Ameisenbaus
3D-Modell des Ameisenbaus
Eine neue Methode, einen Ameisenbau visuell darzustellen, haben Carol LaFayette und Frederic Park von der Texas-A&M-Universität in College Station entwickelt. "Meine Idee war, ohne die Ameisen zu stören, ein Bild der Kolonie zu erstellen, das ich weitergeben kann", sagte LaFayette der BBC.

Sie bat die Geowissenschaftler der Universität um Hilfe, die mit einem Bodenradar (Ground Penetrating Radar, GPR) den Ameisenbau vermaßen. Das Gerät sendet Radarimpulse in den Boden, die von unterschiedlichen unterirdischen Strukturen reflektiert werden. Ein Empfänger zeichnet die zurückkommenden Impulse auf. So erhielten die Forscher das Bild einer Scheibe des Baus. Scheibe für Scheibe erfassten sie so ein etwa 8 x 8 m großes Terrain.

Ein Computer baute dann aus den Scheiben zunächst ein dreidimensionales Modell des Ameisenbaus und fügte anschließend Texturen ein, um einen realistischen Anblick des Tunnelsystems zu erhalten. Das Ergebnis ihrer Arbeit präsentierten die texanischen Forscher auf der Siggraph in Los Angeles: Dort wurde das Modell auf fünf im Halbkreis angeordnete Bildschirme projiziert. Nutzer konnten den Bau mit Hilfe einer Stereobrille und eines Controllers aus der Perspektive seiner Bewohner erkunden.

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Spiderspinne 19. Aug 2008

Milchmännchen 19. Aug 2008

Schau noch mal nach unten, wenn dir Haare wachsen...

1st1 19. Aug 2008

Und dieser Bodenradar-Ameisenhaufen kommt demnächst maßstäblich vergrößert als Mod für...

Der Mann am... 19. Aug 2008

Gute Idee. Und wöchentlich wird der gefährlichste Gefährder online gewählt, bei dem dann...



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