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Taiwans Verbraucherschützer kämpfen um Windows XP

Wettbewerbsbehörde startet Untersuchung wegen Missbrauch der Marktstellung

Taiwans Verbraucherschützer haben Beschwerde bei der Handelsbehörde des Landes eingelegt, um zu erreichen, dass Microsofts Betriebssystem Windows XP wieder in den Verkauf kommt. Umfragen hätten ergeben, dass die Konsumenten nicht nur mit Windows Vista unzufrieden sind, sondern auch die Geschäftspraktiken Microsofts ablehnten.

Artikel veröffentlicht am ,

Taiwans Wettbewerbsbehörde (Fair Trade Commission - FTC) hat ein Verfahren wegen Verletzung der Vormachtstellung am Markt gegen Microsoft eingeleitet. Das gab FTC Commissioner Chou Ya-shu gegenüber der Tageszeitung Taipei Times bekannt. Anlass war eine Beschwerde der Consumers' Foundation, einer Verbraucherschutzorganisation der Inselrepublik. Wie Chou erklärte, würde Microsofts Geschäftsgebaren bereits seit dem 4. August 2008 untersucht. Der Behördenvertreter will aber die "Freiheit der Management-Entscheidungen" der US-Firma respektieren.

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"Microsoft hat eine Monopolstellung in Taiwan, mit fast 98 Prozent Marktanteil. Es ist nicht fair, wenn diese Marktstellung missbraucht wird, um die Konsumenten zu zwingen, die höheren Preise für das Vista-Betriebssystem zu zahlen", so der Chef der Verbraucherschutzorganisation, Hsieh Tien-jen, gegenüber der Zeitung. Windows Vista koste bis zu 2.000 Neue Taiwan Dollar (43 Euro) mehr als Windows XP, was eine unzumutbare Bürde für den Verbraucher darstelle.

Eine Studie der Verbraucherschützer, die im letzten Monat veröffentlicht wurde, ergab, dass 61 Prozent der Nutzer unzufrieden seien, weil sie beim PC-Betriebssystem keine Wahlfreiheit hätten, wenn sie einen Computer kauften. 56 Prozent der Befragten wollten eine Downgrademöglichkeit auf Windows XP auf neuen Rechnern, und 67 Prozent kritisierten den Verkaufsstopp für das sieben Jahre alte Betriebssystem. Microsoft könne XP erst dann vom Markt nehmen, wenn es ein besseres Betriebssystem zu bieten habe, so Hsieh. Die Nutzer hätten ein Recht auf Wahlfreiheit.

Microsoft stellte den Verkauf von Windows XP zum 30. Juni 2008 offiziell ein, doch so mancher PC-Hersteller hält noch an dem Betriebssystem fest. Dabei setzt man auf Microsofts Downgradeprogramm, mit dem sich Windows XP mit einer Lizenz für Windows Vista nutzen lässt. Doch von den vier gegenwärtig in Taiwan verfügbaren Windows-Vista-Paketen lasse sich nur die Business- und die Ultimateversion downgraden. Bei Home Basic und Home Premium gebe es diese Möglichkeit nicht.

Microsoft Taiwan muss nun reagieren. Ein Sprecher kündigte eine breit angelegte Kundenbefragung über drei Monate an.

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freaka 31. Mär 2009

Bist du eigentlich so bescheuert oder machst du nur so? *.scr sind Bildschirmschoner...

Misdemeanor 19. Aug 2008

Und ich mag Leute nicht, die anonym und grundlos auf anderen Foren-Teilnehmer...

delcox 18. Aug 2008

... Verbraucherschützer unlogisch. In Vista steckt mehr Arbeit als in XP(wenn auch nicht...

MyName 18. Aug 2008

Komischer Weise erst seit kurzem, wenn ich ehrlich bin, erst, seit dem Du hier...

pool 18. Aug 2008

Ich könnte mir doch einen Opel kaufen, genauso wie ich mir Linux installieren oder einen...


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