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Vodafone will Breitband-Internet für die Landbevölkerung

Nutzung der durch die TV-Digitalisierung frei werdenden Frequenzen gefordert. Vodafone will sich verpflichten, die bisher nicht mit DSL versorgten Gebiete in Deutschland mit schnellen Internetzugängen zu beglücken. Dafür will das Unternehmen aber Teile der Frequenzen erhalten, die im Rahmen der DVB-T-Umstellung frei wurden.
/ Andreas Donath
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Vodafone-Chef Fritz Joussen teilte der FAZ(öffnet im neuen Fenster) mit, dass man eine Verpflichtung eingehen würde, die Landbevölkerung mit Breitband zu versorgen, wenn man im Gegenzug einen Teil der Frequenzen erhalten würde. Die Versorgung der ländlichen Gebiete soll über Funklösungen wie Wimax realisiert werden. "Wir glauben, dass dieses Spektrum am besten für die Versorgung der ländlichen Gebiete mit breitbandigem Internet genutzt werden kann" , erklärte Joussen.

Der Vodafone-Chef will die Frequenzen nicht geschenkt. Joussen ist der Ansicht, dass man die Frequenzen versteigern sollte – inklusive einer Verpflichtung, welche Gebiete genau mit breitbandigem Internet vom Lizenzinhaber zu versorgen seien.

Wenig erfreut zeigte sich der Vodafone-Chef über die Geschwindigkeit, mit der in Deutschland Medienpolitik durch den Föderalismus gemacht würde. "Ich habe gelernt, dass Entscheidungen in Deutschland nicht schnell fallen, wenn es um Länderinteressen geht. Um es vorsichtig auszudrücken. Medienpolitik ist hierzulande kompliziert" , sagte Joussen.

Der Vodafone-Chef erwartet nicht, dass in den nächsten zwei Jahren etwas im Hinblick auf die Verwendung der frei gewordenen Frequenzen passiert, sagte er der FAZ.


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