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ISO-Standard OOXML kann veröffentlicht werden

Einsprüche von vier Ländern zurückgewiesen. Der Weg zur Veröffentlichung von Microsofts Office-Datei-Format Office Open XML (OOXML) als ISO-Standard ist frei. ISO/IEC haben die Einsprüche von vier Nationen zurückgewiesen.
/ Jens Ihlenfeld
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Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela scheiterten mit ihren Einsprüchen gegen die Standardisierung von OOXML, womit der Weg für Microsofts Dateiformat frei ist. Bereits zuvor waren die Generalsekretäre der ISO zu dem Schluss gekommen, dass es bei der Standardisierung von Office Open XML (OOXML) keine Verfahrensfehler gegeben hat. Sie empfahlen ihrem Technical Management Board, die Beschwerden abzulehnen, was dieses nun tat.

OOXML kann nun als ISO-Standard DIS 29500 veröffentlicht werden, was voraussichtlich in den nächsten Wochen geschehen soll, sofern keine weiteren Einsprüche eingelegt werden.

Im April 2008 wurde OOXML zum internationalen Standard erklärt, nachdem es in einer ersten Abstimmungsrunde im Jahr 2007 nicht die nötigen Stimmen bekam. Der Standardisierungsprozess sorgte jedoch für Aufsehen, da es verschiedene Berichte über Unregelmäßigkeiten in den nationalen Gremien gab. Außerdem wurde OOXML im sogenannten Fast-Track-Verfahren behandelt. Die dabei zur Verfügung stehende Zeit wurde angesichts der über 6.000 Seiten langen Spezifikationen von vielen nicht als ausreichend angesehen. Die ISO hat den Standard auf Grund der Beschwerden bislang nicht veröffentlicht.


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