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Nanofedern schützen Mobiltelefone

Neues Verfahren zur Massenherstellung von gewendelten Nanoröhrchen. Wissenschaftler von der Universität in Clemson im US-Bundesstaat South Carolina haben ein Verfahren für die Massenproduktion von speziellen Nanoröhrchen aus Kohlenstoff entwickelt. Diese Röhrchen haben sehr gute stoßdämpfende Eigenschaften und sollen elektronische Geräte wie Mobiltelefone gegen Stöße abpolstern.
/ Werner Pluta
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Die Röhrchen, die tausendmal dünner sind als ein menschliches Haar, sind wie Federn gewendelt. Polster aus diesen Röhrchen ergeben einen Stoßdämpfer, der in Mobiltelefonen, in Stoßstangen oder sogar als elastische Einlage in Schuhen eingesetzt werden soll.

Bisher war es jedoch nicht möglich gewesen, die Nanofedern günstig in großen Mengen herzustellen. Das haben der Physiker Apparao Rao und sein Team jetzt geändert. Sie haben ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, gleich ein ganzes Polster wachsen zu lassen. Möglich wurde das durch den Einsatz eines neuartigen Katalysators aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Das fertige Polster könne in einem Stück verarbeitet werden, sagt Rao. Dieses Verfahren sei auch für die industrielle Massenfertigung geeignet.

Die stoßdämpfenden Eigenschaften von Nanofedern konnte Raos Team schon in früheren Versuchen nachweisen. Dazu ließen sie eine Stahlkugel auf eine Lage der gewendelten Röhrchen fallen. Diese gaben nach, erholten sich danach aber wieder von dem Aufprall. Auf die gleiche Weise könne man auch ein Ei fangen, ohne es zu zerbrechen, erklärte Rao. Wenn man die Hand beim Fangen des Eies zurückziehe, fange man die Energie des Aufpralls ab und das Ei bleibe ganz.


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