Nvidia aktualisiert Grafiksysteme für Profis

Nach den auf der vorherigen Siggraph erstmals vorgestellten Rendersystemen Quadro-Plex stellt Nvidia nun neue Versionen dieser Produkte vor. Die Geräte sind entweder als Desktopboxen oder als Rackeinschübe zu haben und dienen als externe Grafiksubsysteme, die über eine eigene PCI-Express-Karte mit einer Workstation verbunden werden. Die Rechenleistung der GPUs lässt sich auf der Workstation beispielsweise für die Visualisierung von medizinischen Daten verwenden.
Am interessantesten ist unter den neuen Boxen das Topmodell "Quadro-Plex 2200 D2". Es ist als bisher einziges Gerät der Serie mit zwei Grafikprozessoren vom Typ GT-200 versehen, wie sie bisher nur auf den Spielegrafikkarten GTX-280 und GTX-260 zu finden sind. Die entsprechende OpenGL-Karte heißt Quadro FX 5800 und ist mit 4 GByte GDDR3-Speicher bestückt.
Zwei dieser Karten stecken in einer D2. Der Takt für die GPUs ist mit 600 MHz auf dem Niveau der Geforce-Karten, der Speichertakt mit 900 MHz gegenüber den 1.107 MHz der Desktopkarten aber geringer. Demnächst will Nvidia die FX-5800-Karten auch einzeln anbieten. Der Name der Karten birgt im Übrigen Verwechslungsgefahr mit der "Geforce FX 5800" aus dem Jahr 2003, die wegen ihrer enormen Lärmentwicklung zum Flop wurde . Nvidias Profigrafikkarten heißen jedoch schon länger "Quadro FX", die neue Modellnummer 5800 ergibt sich nach Nvidia-Nomenklatur aus dem bisherigen Spitzenmodell 4700.
Endgültige Preise für die neuen Produkte nannte Nvidia noch nicht. Die neuen Quadro-Plex-Systeme sollen jedoch ab September 2008 ausgeliefert werden. Erste mobile Workstations mit den neuen Quadro-GPUs haben Dell und HP bereits angekündigt.