eBay gewinnt vor Gericht gegen L'Oréal

Ein belgisches Gericht hält eBays Umgang mit gefälschten Artikeln für angemessen

Der Kosmetikhersteller L'Oréal ist vor einem belgischen Gericht dem Onlineauktionshaus eBay unterlegen. L'Oréal wollte erreichen, dass eBay alle Angebote vorab auf Fälschungen überprüft. Nach dem Urteil reicht es jedoch aus, dass das Auktionshaus Fälschungen entfernt, wenn das Unternehmen davon Kenntnis bekommt.

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Es ist der erste Erfolg für eBay vor einem europäischen Gericht: Ein belgisches Handelsgericht hat die Klage des französischen Kosmetikkonzerns L'Oréal gegen eBay abgewiesen, berichtet das Wall Street Journal. Das Gericht hielt eBays Umgang mit gefälschten Markenartikeln für einwandfrei, schreibt die Zeitung.

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L'Oréal hatte gegen eBay geklagt, weil über die Auktionsplattform gefälschte Produkte des Unternehmens, darunter Parfüm der Marke Lancôme, angeboten wurden. Der Kosmetikhersteller wollte erreichen, dass eBay alle Angebote vorab auf Fälschungen überprüft. Nach Ansicht des belgischen Gerichts ist eBays Vorgehen gegen gefälschte Markenartikel jedoch angemessen. Sobald eBay von Fälschungen erfährt, werden diese entfernt. Das hält das Gericht für ausreichend, eBay müsse die Angebote nicht vorab auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen. Weitere Klagen von L'Oréal gegen eBay sind in Spanien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich anhängig, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

In Frankreich musste eBay Ende Juni 2008 eine herbe Niederlage gegen den französischen Luxusgüterhersteller Moët Hennessy - Louis Vuitton einstecken: Das Pariser Handelsgericht verurteilte das Onlineauktionshaus zu einer Geldstrafe in Höhe von 38,6 Millionen Euro, weil eBay nicht angemessen und effizient genug gegen Fälschungen vorgehe. Zuvor hatten der Luxusgüterhersteller Hermes International in Frankreich und der Uhrenhersteller Rolex in Deutschland vergleichbare Gerichtsverfahren gegen eBay gewonnen.

Mehr Glück hatte eBay in den USA: Ein New Yorker Bezirksgericht wies im Juli 2008 eine Klage des Schmuckherstellers Tiffany ab, der eBay dazu verpflichten wollte, Auktionen vorab zu überprüfen. Tiffany hat inzwischen jedoch Berufung gegen das New Yorker Urteil eingelegt.

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Auch L'Oréal und eBay wollen gegen die Urteile in Belgien und Frankreich in Berufung gehen.

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