Hackereinsatz im Krieg am Kaukasus

Regierungsserver und VoIP-Verbindungen lahmgelegt

Im Krieg am Kaukasus zwischen Russland und Georgien kommen auch Hacker zum Einsatz. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili beklagt DDoS-Angriffe auf Regierungsserver und VoIP-Verbindungen. Russland will damit nichts zu tun haben und kritisiert, dass die Regierung in Tiflis den Zugang auf alle russischen Websites blockiert.

Artikel veröffentlicht am ,

Saakaschwili hat versucht, mit einem brutalen Überraschungsangriff Teile des abtrünnigen Südossetiens einnehmen zu lassen. Russland reagierte laut Medienberichten mit einem ebenfalls brutalen Gegenschlag. Zeitgleich zu den seit Freitag, dem 8. August 2008, andauernden Kämpfen soll es laut georgischen Regierungsvertretern und IT-Experten zu wiederholten DDoS-Angriffen gekommen sein, berichtet die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal unter Berufung auf eine informierte Person. Die Täter sollen der Organisation "Russian Business Network" angehören. Georgien, ein Verbündeter der USA, arbeite mit den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der USA zusammen, um seine IT-Verteidigung zu verstärken, so das Blatt weiter. Auch aus Estland sei Hilfe erfolgt.

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Ziele seien Webserver des Amts des Präsidenten Saakaschwili, des georgischen Parlaments, des Ministeriums der Verteidigung und des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten. Unbestätigt sind Informationen, nach denen auch der E-Mail-Verkehr betroffen sein soll. Während Saakaschwili am Montag, dem 11. August 2008, dem US-Sender CNN ein Interview gab, wurde die Verbindung unterbrochen. Als er wieder auf Sendung war, machte er "Cyberangriffe" auf das VoIP-System verantwortlich. IT-Angriffe auf die georgische Infrastruktur sind wegen der veralteten Technik aber offenbar keine akute Gefahr.

Wie der Sicherheitsexperte Don Jackson von der US-Firma SecureWorks der Zeitung erklärte, hätten Analysen ergeben, dass in die georgischen Regierungsserver eingebrochen und Daten gelöscht worden seien. Die Spur führe auf Server des Russian Business Networks und der russischen Regierung. Die in St. Petersburg beheimatete Gruppierung soll laut Zulfikar Ramzan, einem technischen Direktor bei Symantec, Server an kriminelle Kräfte weitervermieten. Es sei aber auch möglich, dass die Daten zum Ausgangspunkt der Angriffe gefälscht seien. Die georgische Regierung hat bestätigt, Opfer der Attacken zu sein.

"Russland ist dafür nicht verantwortlich", zitiert das Blatt den russischen Botschaftssprecher Yevgeniy Khorishko. "Wie wollen die Georgier wissen, dass das Russen sind? Wir haben mit diesen Angriffen nichts zu tun." Seit Montag, dem 11. August 2008, habe Georgien den Zugang zu allen russischen Websites blockiert.

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Tausende Kinder, Frauen und Männer starben bislang im Bombenhagel. Die russische Seite sprach von fast 2.000 toten Zivilisten, Tiflis bezifferte die Zahl seiner Opfer auf 92.

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blork42 17. Aug 2008

nein den kriegst du nur bei entdeckung der echten "Endlösung" ...

blork42 17. Aug 2008

schön das unser aller Weltbild noch so frisch nach kaltem Krieg riecht ;-) Es gibt auch...

trallalli 13. Aug 2008

Die Republik China, besser bekannt unter dem Namen der Insel auf der sie sich...

GUEST 13. Aug 2008

jemand der mehr Ahnung hat als du *_* kwt.



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