Via zieht sich aus dem Chipsatzgeschäft zurück
Via sei einst in den Markt für x86-Prozessoren eingestiegen, um komplette Plattformen anzubieten. Schon damals sei absehbar gewesen, dass es künftig keinen Markt mehr für Drittanbieter von Chipsätzen geben werde. Dies sei mittlerweile der Fall, so Brown gegenüber der britischen Website Custom PC(öffnet im neuen Fenster). Intel verkaufe die meisten Chipsätze für die eigenen Prozessoren und AMD bewege sich nach der Übernahme von ATI in die gleiche Richtung.
Die Darstellung bestätigte Brown auch gegenüber Golem.de, betonte allerdings, dies sei eigentlich keine Neuigkeit: Via habe sich seit Jahren auf das Geschäft mit Prozessoren konzentriert. Die Chipsatzentwicklung widme sich daher vor allem den Via-Prozessoren Nano und C7, statt Chipsätze für CPUs von Intel und AMD zu entwickeln.
Schon seit geraumer Zeit hat Via keine neuen Chipsätze auf den Markt gebracht. Problematisch ist für Via auch der Trend zu integrierter Grafik, denn die Chips der Via-Tochter S3 können mit Intels und AMDs integrierter Grafik nicht mithalten. So finden sich Vias Chipsätze vor allem auf billigeren Mainboards.
Zudem ist Via bei der Entwicklung der Chipsätze auf Lizenzen von Intel und AMD angewiesen, worüber schon manche Schlacht ausgefochten wurde. Brown erklärte dazu gegenüber Custom PC nur, Intel sei ein Wettbewerber in einem hart umkämpften Markt.



