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Warum bei Intel nach Core 2 der Core i7 kommt

Verwirrende Namen wie "Core 2 Quad" sind out

Diesmal hat Intels nach außen hin so perfekte PR-Maschine versagt: Die Nachricht vom Namen der neuen Nehalem-Prozessoren verbreitete sich bereits vor einigen Tagen. Inzwischen hat der Chiphersteller aber auch erklärt, was hinter dem neuen Namensschema steckt.

Artikel veröffentlicht am ,

Dass in Asien nichts geheim bleibt, was die IT-Industrie gerne noch selbst ankündigen würde, weiß auch Intel seit langem. So tauchten während der Computex 2008 schon die ersten ausführlichen Benchmarks der neuen CPU-Generation "Nehalem" auf, obwohl diese Prozessoren erst Ende 2008 auf den Markt kommen sollen.

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Eine neue Prozessorgeneration, die für einige Jahre den Markt bestimmen soll, bedarf aber auch beim größten Halbleiterhersteller der Welt einiger Vorbereitung durch die Marketingabteilung. Und so verriet Intel den PC-Herstellern schon um den 7. August 2008 herum, dass die ersten Nehalem-Prozessoren den Produktnamen "Core i7" tragen werden. Dieser Name gilt jedoch nur für die Extreme-Serie (Bloomfield) und einige nur wenig günstigere CPUs, die den Vorreiter spielen sollen. Der Name für die Mitte 2009 erwarteten Mainstream-Produkte (Lynnfield, Havendale) mit Nehalem-Architektur ist noch nicht durchgesickert.

Schwarzes Logo für Extreme-CPUs
Schwarzes Logo für Extreme-CPUs
Bereits am 8. August 2008 verbreitete sich, angestoßen durch die chinesische Webseite Expreview, nicht nur der Name des Core i7 um die Welt. Auch ein blaues und ein schwarzes Logo für die CPUs sind seitdem dort zu sehen - dabei wollte Intel doch diese bald viele PCs verzierenden Grafiken selbst noch auf dem ab dem 19. August 2008 in San Francisco stattfindenden IDF stolz präsentieren. Davor rückt Intel die Logos auch nicht an Journalisten heraus.

Blaues Logo für kleinere Nehalems
Blaues Logo für kleinere Nehalems
Noch vor der Veröffentlichung von Expreview erklärten die Core-Macher aber, warum auf "Core 2" nun gleich "Core i7" folgt. Mit den neuen Namen führt Intel seine bereits Mitte 2007 gestartete Initiative fort, mit der die Marken entwirrt werden. Vor allem, so Intel Deutschland gegenüber Golem.de, seien Bezeichnungen wie "Core 2 Quad" verwirrend, weil die Zahl der Kerne nicht sofort ersichtlich sei.

Schon bei der neuen Notebookplattform "Centrino 2" hatte Intel das "Duo" wie früher in "Centrino Duo" gestrichen. Die bisherigen Produkte, also auch der Prozessor "Core 2 Duo", wie er in Centrino-Notebooks steckt, bleiben jedoch von einer Umbenennung verschont. Namenszusätze wie "Quad" oder "Duo" soll es künftig nicht mehr geben, die Modellnummer wie beim aktuell schnellsten Desktopprozessor von Intel "QX 9770" bleibt aber erhalten. Im Zentrum der Werbung soll aber die Marke "Core" stehen. Intels Marketing-Chef Sean Maloney: "Der Name 'Core' ist und bleibt unsere Flaggschiffmarke für PC-Prozessoren. Intel wird vermehrt Marketingressourcen in diesen Namen und die Produkte der Serie Core i7 stecken."

Auch auf Nachfragen wollte Intel nicht verraten, wie denn die anderen Nehalems heißen. Wenn Intel sich an seinem Formel-1-Partner BMW orientiert, sind "Core i5" und "Core i3" zu erwarten.

Nachtrag vom 10. August 2008, um 22:25 Uhr:
Auf Intels Presseseiten sind inzwischen die Logos zu finden, noch in der Nacht zum Freitag wollte der Chiphersteller die Grafiken nicht freigeben. Durch die unautorisierten Veröffentlichungen hat man sich das in Santa Clara offenbar anders überlegt, ohne die lokalen PR-Abteilungen zu informieren.



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BlackS 17. Sep 2008

Die Produktbezeichnungen haben doch einen deutlichen Sinn. Sie kategorisieren die...

42BS 12. Aug 2008

Auch mein Verdacht. Aber nicht so: Pentium war 586 (Nachfolger des 486), dann der Core...

Missingno. 11. Aug 2008

Keiner. Nicht umsonst nennt man die Dinger "Benchmurks".

i7/ 11. Aug 2008

Indem man sich auf nicht nachvollziehbare Zahlen wie "7" mit dem Buchstaben "i" davor...

trzrtz 11. Aug 2008

Die Markenrechtsklage ist so gut wie sicher: -> http://www.netzwelt.de/news/75692...


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