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Musikindustrie will mehr Geld von Guitar Hero & Co.

Chef von Warner Music findet die Tantiemen für Musikspiele zu niedrig. Gitarrenhelden müssen tiefer in die Tasche greifen – jedenfalls, wenn es nach Edgar Bronfman geht. Der Chef der Plattenfirma Warner Music ist der Meinung, dass sich seine Branche im Umgang etwa mit Guitar Hero unter Wert verkauft. Künftig müssen die Spieleentwickler wohl mehr Geld für die lizenzierten Songs investieren.
/ Peter Steinlechner
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"Die Zahlungen an die Musikindustrie sind viel zu niedrig – obwohl ihre Spiele vollständig von den Rechten abhängig sind, die wir besitzen und kontrollieren" , sagte Edgar Bronfman, Chef von Warner Music, im Gespräch mit Analysten. Er meint damit insbesondere die beiden Musikspielreihen Guitar Hero und Rock Band. Bronfman vergleicht die aktuelle Lage mit früher, als sich seine Branche vor 25 Jahren gegenüber MTV und vor fünf Jahren beim Start des iPod unter Wert verkauft habe. Bronfman fordert, dass die Spielentwickler künftig deutlich höhere Tantiemen für die Nutzung ihres Liedguts zahlen müssen.

Ausgerechnet Warner Music, nach Marktanteilen die viertgrößte Musikfirma, befindet sich gegenüber der Spielebranche allerdings in einer ungünstigen Verhandlungsposition. So gehört Guitar Hero über den Umweg Activision-Blizzard zum Vivendi-Konzern, dem auch der weltweit größte Musikverlag Universal Music Group gehört – was beim Zugriff auf Katalogtitel für günstige Konditionen sorgen sollte. Activision-Blizzard plant sogar, die Marke Guitar Hero und damit die Marktmacht mit einem eigenen Downloadshop , der in Konkurrenz zu iTunes stehen würde, weiter auszubauen.


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