Google bereut Milliardeninvestition bei AOL

Hohe Abschreibung gegenüber der US-Börsenaufsichtsbehörde in Aussicht gestellt

Der Internetkonzern Google hat erklärt, dass seine 1-Milliarde-US-Investition in AOL eine Fehlentscheidung war. In einer Einreichung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bezeichnete Google die Beteiligung von 5 Prozent an AOL, die im Jahr 2005 im Abwehrkampf gegen Microsoft erfolgte, als "beeinträchtigt". Hohe Abschreibungen könnten anstehen.

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In dem vierteljährlichen Bericht Googles an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) heißt es: "Auf Grundlage unserer Überprüfung glauben wir, dass unsere Investitionen in AOL beeinträchtigt werden könnten. Wir werden diese Investitionen auch weiterhin darauf überprüfen, ob eine Wertminderung vorgenommen werden muss. Wir können Wertminderungen nicht ausschließen, die sich deutlich in unserer Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen."

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Die Bezeichnung "beeinträchtigt" wird in der US-Buchhaltung für angeschlagene Investitionen verwandt, auf die wegen Wertminderungen Abschreibungen vorgenommen werden müssen. Der Börsenwert von AOL, der Internetsparte des Medienkonzerns Time Warner, lag im Jahr 2005, als Google seine Anteile erwarb, noch bei 20 Milliarden US-Dollar. Gegenwärtig taxieren Analysten den Wert nur noch auf 10 Milliarden US-Dollar.

Google hat einen weiteren Kommentar in der Sache abgelehnt. Im letzten Quartal hatte das Unternehmen zwar 1,25 Milliarden US-Dollar Gewinn verbucht, enttäuschte aber die Erwartungen der Analysten. Gegenüber dem Vorquartal sank der Gewinn sogar. Eine hohe Abschreibung auf die AOL-Anteile könnte für Unmut an der Börse sorgen.

Der Medienkonzern Time Warner hatte bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen in dieser Woche erklärt, seine Internettochter bis Anfang kommenden Jahres in eine Internetverbindungs- und eine Werbesparte aufzuspalten. Damit würden Partnerschaften oder ein Verkauf von Teilen erleichtert, hieß es. Laut Insidern geht es darum, ob das Anzeigen- und Contentgeschäft verkauft wird oder in einer Partnerschaft mit Yahoo oder Microsoft aufgeht. Am Internetzugangsgeschäft ist EarthLink interessiert. In Deutschland hatte AOL sein Zugangsgeschäft im September 2006 für 675 Millionen Euro an den Hamburger Telekommunikationsanbieter Hansenet verkauft, der zur Telecom Italia gehört.

Im letzten Quartal hatte AOL im Zugangsgeschäft erneut viele Kunden verloren. 604.000 Einwahlverträge weniger verzeichnete die Firma, der Kundenbestand in dem Bereich fiel auf 8,1 Millionen.

Doch auch das Onlineanzeigengeschäft lief für AOL nicht gut. Der Konzerngewinn Time Warners fiel um 26 Prozent auf 792 Millionen US-Dollar, der Online-Anzeigenverkauf legte nur um 2 Prozent zu. Google, Yahoo und Microsoft konnten sich in dem Bereich dagegen zur gleichen Zeit zweistellig steigern. Der Gewinn des gesamten Konzernteils AOL sank im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 135 Millionen US-Dollar.

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    Von Stephan Skrobisch

Madame Geneva's 10. Aug 2008

Ne! Hab definitiv wichtigeres zu tun. Z.B. meinem Goldfisch Geschichten vorzulesen...

Fruximuxi 10. Aug 2008

Das ist mir neu, dass Google nichts tut. Wer ist enttäuscht? Man hat eben einen Fehler...

Belhazar 08. Aug 2008

Ach was, bald gibt es auch die G-Phones zu haben, selbstverständlich im örtlichen G...

wacom 08. Aug 2008

Im Kerngeschäft ist kein Wachstum mehr möglich, das iPhone besetzt ohne Störung durch das...

sdfsadfasdf 08. Aug 2008


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