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Test: MSI Wind - Nachschub für ausverkauftes Aldi-Netbook

MSI Wind U100 und Medion Akoya Mini E1210 sind fast baugleich. Mit dem MSI Wind U100 steht nun das zweite Netbook mit einer Bildschirmdiagonale von 10 Zoll in den Läden. Von außen ist das MSI-Netbook kaum von dem Aldi-Netbook zu unterscheiden. Im Inneren finden sich dennoch ein paar Unterschiede, die mal das Aldi-Gerät und mal das MSI-Gerät besser erscheinen lassen.
/ Andreas Sebayang
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Nachdem das Medion Akoya Mini in einigen Aldi-Filialen innerhalb weniger Minuten ausverkauft war, bietet MSI nun mit dem Wind U100 in der 10-Zoll-Netbook-Klasse die nächste Gelegenheit, an ein solches Gerät zu kommen.

Medion Akoya Mini E1210 und das MSI Wind sind fast baugleich und auch ähnlich schwer: 1.145 Gramm brachte das U100 auf die Waage, 10 Gramm mehr als das Medion-Netbook. Das ist auf ein beim Akoya Mini nicht vorhandenes Bluetooth-Modul zurückzuführen.

In den Funkmodulen stecken die wesentlichen Unterschiede der sonst sehr ähnlichen Geräte: MSI verbaut im eigenen Modell nur ein Modul, das nach dem langsameren 802.11g-Standard arbeitet und brutto mit 54 MBit/s funkt.

Beim Aldi-Gerät ist ein 802.11n-WLAN-Modul verbaut, das deutlich schneller funkt. Die meisten Nutzer können bei einem Netbook sicher auf das schnelle WLAN verzichten. Das U100 funkt dadurch allerdings auch nicht im 5-GHz-Bereich. Wer dem überfüllten 2,4-GHz-Band entgehen will, für den ist das U100, wie viele andere Kleingeräte mit WLAN, keine Option.

Äußerlich gleichen sich die beiden Netbooks bis auf Farbe und Beschriftungen völlig, das MSI Wind U100 ist also eine echte Alternative zum bisher kleinsten Aldi-Rechner. Wir testen ein von MSI gestelltes Gerät, das mit 1 GByte RAM und einer 80-GByte-Festplatte bis auf die Funkmodule die gleiche Ausstattung wie der Medion-Rechner mitbringt.

Ausstattung

Das Display des MSI hat die typische Netbook-Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln bei einer Diagonale von 10,2 Zoll. Es fehlt also insbesondere in der Höhe etwas Raum beim vorinstallierten Windows XP. Das Display ist recht hell und lässt sich auch draußen ohne direktes Sonnenlicht einigermaßen ablesen.

Die CPU ist, wie in den meisten Netbooks, ein Atom-Prozessor N270, der mit 1,6 GHz getaktet ist. Dem Prozessor stehen 1 GByte RAM zur Seite. Eine 80-GByte-Festplatte im 2,5-Zoll-Format nimmt Daten im U100 auf. Die Festplatte ist etwas anders aufgeteilt, als dies beim Medion-Netbook der Fall war. Die erste Partition hat 39 GByte und die restlichen 31 GByte sind der zweiten Partition zugeordnet. Über einen SD-Card-Slot lässt sich der Speicher erweitern. Dieser kann außerdem mit SDHC-Karten umgehen.

Anders als der Medion-Rechner besitzt das MSI-Netbook ein Bluetooth-Modul. Damit lassen sich drahtlose Mäuse oder Mobiltelefone koppeln, ganz ohne Dongle. Der Bluetooth Stack kommt von Toshiba und meldet sich in der Version 6.00.03.

Das Aktivieren und Deaktivieren von WLAN und Bluetooth geschieht über die Tastenkombination Fn+F11. Beim ersten Druck aktiviert sich das WLAN, beim zweiten nur Bluetooth und beim dritten Druck sind beide drahtlosen Technologien aktiv. Wird schließlich ein viertes Mal Fn+F11 gedrückt, sind sowohl Bluetooth als auch WLAN deaktiviert. Begleitet wird dies durch eine Software, die entsprechende Bilder über den Desktop legt. Auch Statusänderungen der Helligkeit, Lautstärke und andere werden über das Tool angezeigt. Alternativ zeigen auch acht kleine LEDs an der Vorderseite den Status der Komponenten.

Die restliche Ausstattung ist mit dem Medion Akoya Mini identisch: drei USB-2.0-Anschlüsse (zwei links, einer rechts), eine Fast-Ethernet-Buchse sowie ein Mikrofon-Ein- und Kopfhörer-Ausgang. Ein Anschluss für Kensington-Schlösser ist ebenfalls vorhanden. Der analoge VGA-Ausgang, dem übrigens die Auflösung 1.024 x 768 fehlt, liefert schon bei 1.280 x 1024 Pixeln bei 60 Hz ein unscharfes Bild. Außerdem störte bei unserem Testmuster die etwas schwergängige Buchse. Dafür bleibt der VGA-Stecker auch ohne Schrauben fest am Netbook.

Aufrüsten lässt sich das Gerät übrigens offiziell nicht. Ein Aufkleber auf der Unterseite an einer Schraube droht mit Garantieverlust, sollte diese herausgedreht werden. Dabei ist der SO-DIMM-Slot im Unterschied zum Medion Akoya Mini noch frei. Die Speicherchips des Arbeitsspeichers sind fest auf das Board verlötet. Laut MSI verkraftet das Wind noch ein weiteres 1-GByte-Modul (DDR2-667), so dass der maximale Speicherausbau bei 2 GByte liegt. Wer das Netbook etwa mit einem UMTS-Modem ausrüsten möchte, dem bleibt nur ein USB-Stick, da kein Platz für ein Modem vorgesehen ist. Der getestete Huawei-USB-Stick, den etwa T-Mobile verkauft, ragt jedoch recht weit heraus. Dank Bluetooth lassen sich aber auch Mobiltelefone als Modems nutzen. Wer eine integrierte Lösung haben will, sollte eher Acers Aspire One ins Auge fassen, das bereits einen SIM-Card-Slot besitzt. Das Modem dafür ist allerdings noch nicht erhältlich. Gigabytes M912 hat immerhin einen ExpressCard/34-Slot. Dort lassen sich auch Modems unterbringen, die nur wenig aus dem Notebook herausragen.

Erstinstallation und Software

Als Betriebssystem kommt Windows XP Home in der für Hersteller besonders günstigen ULCPC-Lizenz zum Einsatz. Dieses Variante für "Ultra Low Cost PCs" hatte Microsoft aufgrund hoher Nachfrage nach Mini-Notebooks neu aufgelegt, mit anderen PCs ist Windows XP Home vorinstalliert nur noch bei Restposten zu haben. Auf der Unterseite befindet sich der dazugehörige Lizenzaufkleber. Der ULCPC-Lizenzaufkleber hat während des zweiwöchigen Tests sehr schnell an Farbe verloren. Für den Fall der Fälle sollte die Nummer vom Aufkleber abgeschrieben oder abfotografiert werden.

Beim ersten Start bot das MSI Wind eine Überraschung: Eine Sprachauswahl bot an, das Betriebssystem in verschiedenen Sprachen zu installieren. Das ist aber nur einmalig möglich. Diese Mehrsprachigkeit ist bei Windows XP Home nicht gegeben. Mit Hilfe eines Recovery-Programms wird nach der Auswahl das entsprechende Image eingespielt. Es dauert etwa eine halbe Stunde, bis das Gerät benutzt werden kann. Danach steht das Betriebssystem, wie beim Medion Akoya, löblicherweise inklusive Service Pack 3 bereit.

Beim nachfolgenden Windows-Update müssen noch einige Updates eingespielt werden. Das ist für das Netbook keine leichte Aufgabe, liegt doch die CPU-Auslastung während des Patchvorgangs bei etwa 50 Prozent. Mit Auspacken, Wartungsarbeiten und Basisinstallation von Software ist das Netbook nach gut zwei Stunden einsatzbereit.

Der nur 600 Pixel hohe Bildschirm lässt sich nicht ohne Kompromisse nutzen. Am besten wird die Taskleiste auf automatisches Ausblenden gestellt. Das spart etwas Platz. Browser sollten um nicht benötigte Elemente erleichtert oder im Vollbild betrieben werden. Die installierte Office-2007-Demo bereitet etwas mehr Schwierigkeiten und zeigt, wie sehr moderne Anwendungen von hohen Auflösungen abhängig sind. Die für Office-Einsteiger sehr angenehmen Menüs verbrauchen inklusive des Lineals mehr als ein Viertel der Höhe des Bildschirms.

OpenOffice.org oder ältere Office-Anwendungen lassen etwas mehr Platz, sind allerdings nicht so übersichtlich. Hochauflösende Displays sind in Netbooks noch selten. Nur Gigabytes M912 bietet auf kleiner Fläche eine sehr hohe Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln. Auf dem Desktop platziert MSI übrigens die Bildschirmlupe und weist darauf sogar auf dem Produktaufkleber hin, der die Handballenauflage ziert.

Handhabung

Bei einer Diagonale von 10 Zoll bietet das Netbook genug Platz für eine angenehm zu bedienende Tastatur im Raster von 17,5 Millimetern. Diese Größe ist auch bei den meisten 12-Zoll-Subnotebooks üblich, gegenüber dem 19-Millimeter-Raster von Desktoptastaturen muss man sich nur wenig umstellen. Nur die Tasten für Komma, Punkt und Strich sind mit 9 Millimetern etwas zu schmal geraten, so dass ausgerechnet das Eingeben von Webadressen auf dem Netbook anfangs sehr fehleranfällig ist.

Das Trackpad ist verglichen mit Acers Aspire One deutlich besser. Die darunterliegende Tastenwippe lässt die rechte und linke Taste nur schwer erfühlen. Allerdings gewöhnt man sich schnell an das Manko. Gescrollt wird auf dem Trackpad indem der Finger in der oberen rechten oder unteren rechten Ecke platziert wird. Alternativ kann auch auf die Cursortasten ausgewichen werden. Da diese jedoch zu den besonders schmalen Tasten gehören, dauert es einige Zeit, bis diese blind benutzbar sind.

Der Deckel bleibt bei leichten Erschütterungen in einer stabilen Position. Hebt man das Netbook mit etwas Schwung hoch, kippt der Deckel trotzdem. Ist das Display ganz aufgeklappt, neigt das Gerät zudem zum Kippen nach hinten, wenn die Unterlage nicht ganz gerade ist – etwa auf dem Schoß. Außerdem muss die Unterseite festgehalten werden, wenn das Gerät geöffnet wird. Für einhändiges Öffnen ist das Netbook zu leicht.

Da das Gerät recht handlich ist, neigt der Anwender schnell dazu, das Wind etwas unvorsichtiger zu behandeln, obwohl eine stoßempfindliche Festplatte verbaut ist. Großzügig dimensionierte Gummipuffer an der Unterseite dürften viele Stöße durch rauen Umgang abfangen, trotzdem sollte die Festplatte im Gehäuse nicht vergessen werden. Das Wind sollte wie ein normales Notebook behandelt werden.

Das zeigt sich auch bei der Entnahme des Akkus. Dieser sitzt recht fest und beim Griff um das Netbook, um den Akku zu entnehmen, fällt schnell auf, dass der Displaydeckel etwas nachgibt und das Netbook im geschlossenen Zustand am Display zusammengedrückt werden kann. Wird zu viel Kraft aufgewendet, um den Akku zu entnehmen, könnte dies durchaus Schäden hervorrufen. Der Akku selbst muss mit etwas Gefühl entnommen werden.

Akkulaufzeit und Leistungsaufnahme

Der Akku ist mit dem des Medion Akoya Mini baugleich und hat eine Kapazität von nur 24,4 Wattstunden. MSIs Wind U100 hielt mit dem Akku unter Volllast mit 3DMark 2001 in einer Schleife gerade mal 1 Stunde und 25 Minuten durch, bevor es sich abschaltete und nicht mehr in der Lage war, wieder hochzufahren. Bluetooth und WLAN waren während des Tests aktiviert, die Helligkeit war auf den maximalen Wert eingestellt. Die Messergebnisse sind fast identisch mit denen des Medion Akoya Mini und im Rahmen der Messtoleranzen. Das Medion-Gerät erreichte bei gleich starkem Akku eine Stunde und 28 Minuten. Dieser Worst-Case-Test gibt jedoch nur die minimal garantierte Laufzeit des Netbooks an, wenn man alle Komponenten ausreizt.

Im normalen Betrieb, bei halber Helligkeit und aktiviertem WLAN hält das Gerät zwischen 2:10 und 2:40 Stunden durch. Je nach Lastsituation taktet MSIs Wind von 800 über 1.066 und 1.333 MHz bis hin zu seiner schnellsten Einstellung mit 1,6 GHz und sorgt somit trotz kleinem Akku für annehmbare Ergebnisse. In den Zwischenstufen verbleibt Intels Atom allerdings nur sehr kurz, etwa beim Verschieben von Fenstern innerhalb von Windows. Die CPU läuft auch im Netzbetrieb in der Regel mit 800 MHz.

Das Anschauen von Flash-Videos kostet erheblich viel Akkulaufzeit, der erste Wert von 2 Stunden und 10 Minuten kam durch ein fünfminütiges Flashvideo, das Besuchen von Webseiten und gelegentliche Tipparbeiten zustande. Die 2:40 wurden durch reine Textarbeit und viel Pausen zwischendurch erreicht. Um den Akku zu schonen, kann es sich lohnen, ganz auf Flash zu verzichten. Alternative Möglichkeiten zur Darstellung von Videoinhalten sind bereits in Arbeit .

Das Netzteil des MSI Wind ist deutlich kleiner als das des Medion Akoya, was jedoch nur seine Dimensionen betrifft, nicht die elektrische Leistung. 40 Watt liefert das MSI-Netzteil maximal. Selbst beim Laden des Geräts und unter Volllast werden diese allerdings kaum erreicht. Die Leistungsaufnahme liegt ohne Akku bei höchstens 20 Watt unter Last. Wird gleichzeitig der Akku geladen, kommt das Netbook mit 32 Watt schon etwas näher an die Netzteilobergrenze.

Wird das Gerät im heruntergefahrenen Zustand nur geladen, zieht das Netzteil gerade mal 15 Watt aus der Steckdose, die Ladeelektronik macht von dem starken Netzteil also keinen Gebrauch, wenn keine weitere Last anliegt. Dementsprechend dauert der Ladevorgang des Akkus mehr als zwei Stunden. Im Leerlauf (WLAN und Bluetooth aus, Display auf minimaler Helligkeit) begnügt sich das Netbook mit 12 Watt.

Benchmarks

Die Benchmarks sind mit denen anderer Netbooks vergleichbar. Im Cinebench R10 kommt das Gerät auf 552 Punkte im Test für einen Kern und 848 Punkte, wenn der Benchmark die beiden per HyperThreading gestellten virtuellen CPUs nutzen kann. Intels Atom profitiert beim Raytracing erheblich vom Hyperthreading der CPU, das übrigens nicht per BIOS abschaltbar ist. Der 3DMark 2001 gibt 2.883 Punkte an und der Super-PI-Test mit einer Million Iterationen wird nach 92 Sekunden beendet.

Unterschiede zwischen Akkubetrieb und Netzteilbetrieb waren bei den Rechentests nicht auszumachen. Das Netbook drosselt also nicht übertrieben, wenn es unterwegs eingesetzt wird.

Die 2,5-Zoll-Festplatte gehört zu den schnelleren Laufwerken der Einstiegsklasse. Immerhin 47 MByte pro Sekunde werden auf der Festplatte erreicht. Im Durchschnitt sind es 37 MByte pro Sekunde. Die Netzwerkschnittstellen von Realtek gehören dafür nicht zu den schnellsten Vertretern. Das WLAN erreichte rund 2 MByte/s beim Empfang und 1,5 MByte/s beim Senden. Mit Fast Ethernet ließ sich die Gegenstelle auch nicht ausreizen, hier kam das Netbook auf 6,6 MByte pro Sekunde beim Empfang und 4,5 MByte/s sendend.

Die Netzwerkkomponenten sind also deutlich langsamer als bei herkömmlichen Notebooks. Intels Centrino-Bausteine kommen beispielsweise schon seit zwei Generationen unter gleichen Bedingungen auf 2,4 MByte/s in beide WLAN-Richtungen und auf knapp 9 MByte/s per Fast-Ethernet.

Der Kartenleser des MSI Wind ist dafür ordentlich. Der SDHC-Card-Slot erreicht rund 20 MByte pro Sekunde – deutlich schnellere SD-Karten gibt es noch nicht. Am USB-Port wurden 32 MByte pro Sekunde als Spitze gemessen. Eine externe Festplatte hatte keine Probleme, Daten mit im Schnitt 29 MByte pro Sekunde auf das Netbook zu spielen. Der USB-Port liefert zudem genug Strom, um die meisten externen Festplatten zu betreiben.

Einsatz unterwegs

In der Praxis ist die Leistung des Netbooks für die Flash-Videos von Golem.de oder Southpark-Folgen im Internet(öffnet im neuen Fenster) ausreichend. Die CPU-Auslastung lag bei etwa 40 beziehungsweise 60 Prozent. Bei den blechern klingenden Lautsprechern, die sich auf der Unterseite des Notebooks befinden, macht das allerdings keinen Spaß. Abhilfe verschafft hier die Kopfhörerbuchse.

Bei den 720p-Videos kommt Intels Atom nicht mehr mit, weder mit dem Videolan-Client noch bei Flash-Videos in 720p. Viel mehr als ein Bild pro Sekunde bei Flash-Videos kann der Rechner nicht bereitstellen, die Wiedergabe mit dem Videolan-Client stockt sehr häufig.

In anderen typischen Webaufgaben genügt das Netbook den meisten Ansprüchen. Ob nun Surfen, kurze Texte tippen oder E-Mail-Überprüfung: Die langsame CPU merkt man dem Gerät nicht an. Im Alltag fällt zudem auf, dass der Stand-by-Modus recht zuverlässig und schnell ist. Das Netbook verliert jedoch etwa zwei Prozent seiner Akkukapazität je Stand-by-Stunde.

Der Lüfter sprang an warmen Sommertagen übrigens immer an, bleibt aber bei normaler Umgebungslautstärke kaum zu hören. In besonders ruhigen Umgebungen fällt der Lüfter genauso wie die Festplatte auf. Andere Notebooks sind deutlich leiser als MSIs Wind U100. Dafür bleibt das Netbook von MSI auch unter Last angenehm ruhig und wird kaum warm.

Zum Spielen unterwegs eignet sich das MSI Wind wie alle Netbooks nur bedingt. Für eine Runde Warcraft 3 ist Intels Chipsatzgrafik im kurzen Test trotzdem schnell genug gewesen. Bei Mehrspielergefechten dürfte das kleine Netbook allerdings nicht mehr so gut dastehen. Bei Unreal Tournament 2003 wird es knapp. In kleinen Leveln lässt sich noch spielen, in großen bricht die Bildrate in den Standardeinstellungen deutlich ein. Für den ein oder anderen Spieleklassiker reicht die Leistung also, allerdings kann die damals nicht genutzte Displayauflösung von 1.024 x 600 Pixeln zu Problemen führen.

Fazit

MSIs Wind ist ein Netbook, mit dem auch länger gearbeitet werden kann, wäre da nicht der recht kleine Akku. Die Größe und das Gewicht sind angenehm. Das Tippen fällt dank der breiten Tastatur leicht, nur die schmalen Tasten für Satzzeichen stören. Acers Aspire One nutzt den knappen Platz etwas besser. Richtig angenehm tippt es sich aber erst ab der 12-Zoll-Klasse.

Dafür weiß das Trackpad das MSI-Netbooks zu überzeugen. Auch im Bereich der Geschwindigkeit gibt es wenig auszusetzen. Die schnelle und große Festplatte sorgt dafür, dass die langsame, aber stromsparende Atom-CPU selten unangenehm auffällt. Allerdings ist das Wind nicht so robust wie Netbooks mit Flash-Speicher. Auch das Display ist ordentlich und schön hell. Windows ist trotz der geringen Auflösung meist gut bedienbar. Treiberprobleme gab es mit dem U100 nicht, das Netbook arbeitete über den gesamten Testzeitraum stabil.

MSIs Wind U100 ist bereits erhältlich und kostet offiziell 399 Euro. Einzelne Händler sind jedoch schon dazu übergegangen, höhere Preise zu verlangen, und haben das Gerät nicht mehr auf Lager.


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