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Hansenet führt Verkaufsgespräche mit Versatel und Telefónica

Neuer Chef streicht Kundendienst und Glasfaserausbau zusammen. Der DSL-Anbieter Hansenet will das Unternehmen offenbar mit dem Konkurrenten Versatel Deutschland verschmelzen. Auch mit der spanischen Telefónica, über deren Festnetz Hansenet Kundenanschlüsse betreibt, werde bereits verhandelt. Der Preis der unter dem Markennamen Alice bekannten Tochter der Telecom Italia soll bei über 1 Milliarde Euro liegen.
/ Achim Sawall
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Mit dem Hansenet-Wettbewerber Versatel seien erste Gespräche über eine "Fusion unter Gleichen" geführt worden, hat die Tageszeitung Welt(öffnet im neuen Fenster) aus Branchenkreisen erfahren. Scheitern die Gespräche, habe die spanische Telefónica bereits Interesse signalisiert.

Der neue Firmenchef Carlos Lambarri, der im Mai 2008 sein Amt antrat, "kehre mit dem eisernen Besen" , um die Firma schnell in die schwarzen Zahlen zu bringen und so eine Übernahme vorzubereiten. Er hatte zuvor Alice France verkauft.

Gegenwärtig habe Lambarri die Kapazitäten für den Kundenservice stark reduziert und die Investitionen für ein eigenes Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz drastisch heruntergefahren. Am 8. August 2008 wird Hansenet die Halbjahreszahlen veröffentlichen. Wie das Blatt aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, seien die Jahresziele aber höchstwahrscheinlich nicht erreicht worden.

Die Telecom Italia strebe für Hansenet einen Verkaufspreis von über 1 Milliarde Euro an.


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