Abo
  • Services:
Anzeige

Datenschützer will Meldepflicht für Datenlecks in Firmen

BSI fordert Firmen zur Löschung nicht mehr benötigter Daten auf

Vor dem Hintergrund eines schweren Falls des Diebstahls von Bank- und Bezahldaten in den USA will der deutsche Bundesdatenschützer eine Meldepflicht für Unternehmen bei Datenpannen und -missbrauch durchsetzen. In den USA gebe es bereits eine Pflicht für Firmen, Spionageangriffe in Netzwerke und den Verlust von Kundendaten öffentlich zu machen.

Vor dem Hintergrund eines Verbrechens in den USA, bei dem sich Cracker den Zugriff auf über 40 Millionen Bezahldatensätze beschafft haben, sagte Dietmar Müller, Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar, der Berliner Zeitung: "In den USA müssen Firmen, die von Missbrauch betroffen sind, die Kunden informieren." Eine solche Regelung sei auch in Deutschland vonnöten. "Das wäre eine kleine Hilfe, damit Daten nicht in die falschen Hände geraten", sagte Müller. Er verwies allerdings darauf, dass trotz des sehr hohen Datenschutzniveaus in Deutschland kriminelle Taten nicht zu vermeiden sind.

Anzeige

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Firmen vor diesem Hintergrund aufgefordert, nicht mehr benötigte Daten zu löschen. "Die Unternehmen müssen dafür sorgen, dass sie die ihnen anvertrauten Daten vor unbefugtem Zugriff schützen und löschen, sobald diese Kundeninformationen nicht mehr erforderlich sind", sagte BSI-Sprecher Matthias Gärtner der Zeitung. Es sei ein fortlaufender Prozess, sich gegen die zunehmende Cyber-Kriminalität zu wappnen. "Stillstand bedeutet hier Rückschritt", so Gärtner.

In dieser Woche begann in den USA ein Prozess gegen elf Personen, die des Einbruchs in die Netzwerke von E-Commerce-Firmen und Restaurants und des Datendiebstahls beschuldigt werden. Gestohlen wurden die Nummern von über 40 Millionen Kredit- und Kundenkarten. Drei Männern aus Miami, Albert "Segvec" Gonzalez, Christopher Scott und Damon Patrick Toey, wird das Eindringen in die drahtlosen Netzwerke der Einzelhandelsunternehmen OfficeMax, Barnes and Noble und Sports Authority vorgeworfen. Über Paket-Sniffer-Programme hätten sie Kreditkartennummern, Passwörter und Kundenkontendaten ausfindig gemacht und kopiert, so Michael Sullivan, Staatsanwalt in Boston. Die Daten wurden für Einkäufe und zum Abheben von Bargeld auf Kosten der Inhaber missbraucht und weiterverkauft.

Das US-Justizministerium geht davon aus, dass es sich um den größten Fall von Bezahldatendiebstahl in der Geschichte der Behörde handelt. Drei weitere Angeklagte sind aus Estland, drei aus der Ukraine, zwei stammen aus China und einer ist aus Weißrussland.


eye home zur Startseite
Nachtigall 11. Aug 2008

Ich möchte mich in aller Form für meine Unannehmlichkeiten entschuldigen, die ich...

Rainer Tsuphal 07. Aug 2008

Vor Pferden, egal ob Trojaner, Lipizzaner oder sonst Aner.

Rainer Tsuphal 07. Aug 2008

Ob er sitzt oder rollt, oder sitzt und rollt, spielt keine Rolle. Das alleine würde ihm...

Rainer Tsuphal 07. Aug 2008

Dazu ist sie zu inkompetent.

Peter S. 07. Aug 2008

Das sie durch die Vorratsdatenspeicherung ein Black-Box-Hardware an ihr System...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Weilimdorf
  2. Heraeus infosystems GmbH, Hanau bei Frankfurt am Main
  3. Deloitte, Düsseldorf, Berlin, München, Hamburg
  4. Host Europe GmbH, Hürth


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 12,99€
  2. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  3. 79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       

  1. Staingate

    Austauschprogramm für fleckige Macbooks wird verlängert

  2. Digitale Infrastruktur

    Ralph Dommermuth kritisiert deutsche Netzpolitik

  3. Elektroauto

    VW will weitere Milliarden in Elektromobilität investieren

  4. Elektroauto

    Walmart will den Tesla-Truck

  5. Die Woche im Video

    Ausgefuchst, abgezockt und abgefahren

  6. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  7. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

  8. Übernahme

    Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

  9. Boston Dynamics

    Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts

  10. Projekthoster

    Github zeigt Sicherheitswarnungen für Projektabhängigkeiten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

Erneuerbare Energien: Siemens leitet die neue Steinzeit ein
Erneuerbare Energien
Siemens leitet die neue Steinzeit ein
  1. Siemens und Schunk Akkufahrzeuge werden mit 600 bis 1.000 Kilowatt aufgeladen
  2. Parkplatz-Erkennung Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten

Cubesats: Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
Cubesats
Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. SAEx Internet-Seekabel für Südatlantikinsel St. Helena
  3. Sputnik Piep, piep, kleiner Satellit

  1. Re: Sorgen... dass Vorteile ... durch Geld ...

    Micha12345 | 22:44

  2. Re: kaum hat man sich

    M_Q | 22:44

  3. Re: Preis

    ArcherV | 22:40

  4. "Qualität" ... aus einer Blechdose

    Poison Nuke | 22:38

  5. Re: Was ist denn 1&1?

    Dingens | 22:37


  1. 17:14

  2. 13:36

  3. 12:22

  4. 10:48

  5. 09:02

  6. 19:05

  7. 17:08

  8. 16:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel