Telekom verliert 2008 bis zu 3 Millionen Festnetzkunden

Leichter Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn

Die Deutsche Telekom hat im Zeitraum April bis Juni 2008 auf dem deutschen Festnetzmarkt rund 650.000 Anschlüsse verloren. Für das Gesamtjahr 2008 stellt sich der Bonner Konzern auf einen Rückgang der Inlandsanschlüsse zwischen 2,5 und 3 Millionen ein. Auf dem hiesigen Breitbandmarkt verbuchte der Konzern im zweiten Quartal einen Nettozuwachs von 340.000 DSL-Kunden. Das ist weniger als im ersten Quartal.

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Wie erwartet hat die Deutsche Telekom im zweiten Quartal beim Umsatz und operativen Gewinn leichte Einbrüche erlitten. Der Reingewinn ging um 34,8 Prozent auf 394 Millionen Euro zurück. Eine Ursache war nach Firmenangaben ein Sonderposten im Vorjahr durch den Verkauf von Club Internet in Frankreich an Neuf Cegetel für 500 Millionen Euro. Angefallen seien auch einmalige Zinszahlungen durch Abwertungen der Telekom durch Ratingagenturen.

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Die Geschäftsprognose für das Gesamtjahr bekräftigte Konzernchef René Obermann jedoch. "Wir haben im ersten Halbjahr bei unseren strategischen Zielsetzungen sowohl im operativen Geschäft als auch mit unseren Kosteneinsparungen gute Fortschritte erzielt. Daher gehen wir weiter davon aus, dass wir unsere Finanzziele im Geschäftsjahr 2008 erreichen." Für den Konzern plant der Vorstand, das bereinigte EBITDA mit rund 19,3 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Hier hatten Analysten eine Gewinnwarnung befürchtet.

Das bereinigte Quartalsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank um 1,1 Prozent von 4,902 Milliarden Euro auf 4,850 Milliarden Euro. Die Analysten hatten hier mit 2 Prozent einen etwas stärkeren Rückgang auf 4,804 Milliarden Euro prognostiziert. Der Umsatz sackte um 2,9 Prozent auf 15,125 Milliarden Euro ab, lag damit aber noch über den Analystenschätzungen von 15,119 Milliarden Euro.

Bei der Erschließung des IPTV-Marktes sieht Obermann Erfolge. "Zum Ende des ersten Halbjahres sind bereits eine Viertel Million Entertainpakete vermarktet, knapp 200.000 bereits angeschlossen", rechnete er vor.

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Die vielbeachteten Datenumsätze im Mobilfunk ohne Kurznachrichten hätten im zweiten Quartal kräftig zugelegt, um 23,6 Prozent auf 588 Millionen Euro. In Europa lag der Anstieg bei 46,2 Prozent auf 350 Millionen Euro, in den USA betrug das Plus 16,6 Prozent auf 371 Millionen Dollar. Einschließlich SMS und MMS ist der Umsatz um 31,5 Prozent auf 792 Millionen Dollar im Quartal gestiegen.

Obermann hat in der Spitzelaffäre erneut eine rückhaltlose Aufklärung und eine Entschuldigung bei allen Opfern angekündigt. "Wir bedauern die Vorfälle sehr, und ich werde mich in aller Form im Namen des Konzerns bei den Journalisten und anderen Personen entschuldigen, die betroffen waren, sobald die Fakten auf dem Tisch liegen." Dazu müsse der Vorstand aber zuerst klar wissen, wem welches Unrecht geschehen ist, wozu zuerst die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen benötigt würden. Für den Bonner Konzern sei es sehr wichtig, "eng, konstruktiv und vertrauensvoll" mit den "Journalisten zusammenzuarbeiten". Detektive und Beschäftigte sollen im Auftrag der Konzernführung illegal Telefonkontakte zwischen Aufsichtsräten und Journalisten ausgekundschaftet haben.

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Marktwirtschaft 08. Aug 2008

hört sich nicht gut an, ich weis daß das netz wohl noch im aufbau ist, aber auf was für...

ff55 07. Aug 2008

Hat er nicht mal prophezeit, dass die Wettbewerber der Deutschen Telekom sich werden...

Aha 07. Aug 2008

Dir ist schon irgendwie bekannt, dass die Telekom immer noch beaufsichtigt wird und nicht...

Zaph 07. Aug 2008

Ich habe in meiner Wohnung seit 15 Jahren einen Festnetzanschluss der Telekom und bisher...



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