US-Zoll rechtfertigt Durchsuchungen elektronischer Geräte

Hoher Beamter verteidigt Durchsuchungen und zerstreut Bedenken

Ein hoher Beamter der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde hat sich auf der Website des US-Heimatschutzministeriums zu den in die Kritik geratenen Notebookdurchsuchungen geäußert. Erwartungsgemäß rechtfertigt er die Maßnahmen als wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität. Der Schutz der Daten sei bei Durchsuchungen oder Beschlagnahmen gewährt, versichert der Beamte.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Maßnahmen sind mehr als umstritten: US-Grenzbeamte beschlagnahmen elektronische Geräte wie Notebooks oder Mobiltelefone, durchsuchen sie, kopieren und analysieren Daten. Die Besitzer bekommen die Geräte zum Teil erst nach Wochen oder Monaten zurück, einige sogar in nicht mehr gebrauchsfähigem Zustand. Was Bürgerrechtler und oppositionelle Abgeordnete auf die Barrikaden treibt, steht jedoch in Einklang mit geltendem Recht in den USA.

Der stellvertretende CBP-Chef Jayson Ahern bei einer Ansprache (Quelle: CBP)
Der stellvertretende CBP-Chef Jayson Ahern bei einer Ansprache (Quelle: CBP)
Inhalt:
  1. US-Zoll rechtfertigt Durchsuchungen elektronischer Geräte
  2. US-Zoll rechtfertigt Durchsuchungen elektronischer Geräte

Alles halb so schlimm, wiegelt Jayson Ahern, stellvertretender Chef der Zoll- und Grenzschutzbehörde (US Customs and Border Protection, CBP), ab. Nicht mal ein Prozent der rund 400 Millionen Reisenden, die im Jahr 2007 in die USA einreisten, hätten eine solche Prozedur über sich ergehen lassen müssen, schreibt Ahern im "Leadership Journal", dem Blog des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS). Ahern: "Entgegen manchen Medienberichten setzen wir nicht eine neue Strategie um und überprüfen nicht eine übertriebene Zahl von Reisenden. Wir befolgen einfach nur eine Grenzstrategie nach dem gesunden Menschenverstand, die seit Jahren etabliert ist und die von Gerichten nochmals bestätigt wurde."

Seit über 200 Jahren habe die US-Regierung die Befugnis, "zu verhindern, dass gefährliche Menschen und Gegenstände in die Vereinigten Staaten kommen", schreibt Ahern. Darauf gründeten sämtliche Maßnahmen zur Grenzsicherung. Diese würden jedoch behindert, wenn die Beamten elektronische Geräte nicht ebenso durchsuchen dürften wie physische Objekte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
US-Zoll rechtfertigt Durchsuchungen elektronischer Geräte 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Mr. Ed 04. Feb 2009

Man bedenke aber, das Deutschland auch mich mehr weit davon entfernt ist! Die zunehmende...

eiapopeia 08. Aug 2008

Weit schon. Guantanamo. War ja schön, als sie bin Ladens Fahrer veruteilt haben. Im...

eiapopeia 08. Aug 2008

Du hast recht. Aber so kann man den eigenen Leuten, die ständig hören, das Amerika von...

Captain 07. Aug 2008

laut welchem Gesetz...?

mmmm 07. Aug 2008

Das was Ahern hier vergleicht, nämlich die Durchsuchung von privaten Daten auf dem...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /