Siemens vor Ausstieg bei Fujitsu Siemens (Update)
Bereits im Dezember 2007 hatte Löscher die Zukunft der seit neun Jahren laufenden Siemens-Beteiligung an Fujitsu Siemens in Frage gestellt. Der Vertrag läuft 2009 aus. "Das Unternehmen muss besser werden" , so Löscher. "Und wenn das nicht gelingen sollte, müssen wir darüber reden, wie es überhaupt besser werden kann – oder ob neue strategische Überlegungen für die Zukunft angestellt werden müssen." Der Mischkonzern Siemens würde mit einer Trennung von FSC seine Strategie der Fokussierung auf die Sektoren Energy, Industry und Healthcare fortsetzen.
Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu besitze ein Vorkaufsrecht an dem 50-Prozent-Anteil, so das Blatt weiter(öffnet im neuen Fenster) . Es ist aber ungeklärt, ob Fujitsu-President Kuniaki Nozoe es ausüben will. In dieser Woche sagte er, dass Mobiltelefone vielversprechender als Computer seien, wenn es darum gehe, die Umsätze im Ausland zu erhöhen.
Im letzten Finanzjahr erzielte FSC, das im Wettbewerb mit US-Firmen wie Dell und Hewlett-Packard steht, einen Umsatz von 6,6 Milliarden Dollar. FSC, das neben PCs und Notebooks auch Mainframes und Server verkauft, verbuchte zugleich einen Vorsteuergewinn von 105 Millionen Euro.
Der Vertrag zwischen Siemens und Fujitsu verlängere sich automatisch bis zum Jahr 2014, falls keiner der beiden Betreiber in diesem Jahr den Ausstieg erklärt, so die Wirtschaftszeitung. Konkurrenten wie Lenovo könnten nun versuchen, die Firma komplett zu kaufen. Ihr Wert wird von Analysten mit 2 bis 3 Milliarden Euro bemessen.
Nachtrag vom 06. August 2008, 13:41 Uhr:
Fujitsu-Sprecher Masahiro Yamane hat den Bericht als 'unbegründet' zurückgewiesen(öffnet im neuen Fenster) . Man sei mit Siemens in Gesprächen über die Verlängerung des Vertrages für Fujitsu Siemens Computers. Endgültige Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen, so Yamane.



