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Kontaktlinse erkennt grünen Star

Kontaktlinse misst Augeninnendruck und erkennt Augenkrankheit. Wissenschaftler aus den USA haben auf einer Kontaktlinse einen Sensor, bestehend aus haarfeinen Drähten aus Silberpulver, aufgebracht. Der Sensor misst den Augeninnendruck und hilft so, die verbreitete Augenkrankheit grüner Star zu bekämpfen.
/ Werner Pluta
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Die Biomediziner Tingrui Pan und Hailin Cong von der Universität von Kalifornien in Davis haben eine Kontaktlinse entwickelt, die eine verbreitete und gefährliche Augenkrankheit, den grünen Star, bekämpfen soll.

Dazu haben sie eine Methode entwickelt, um auf einem Untergrund aus dem Kunststoff Polydimethylsiloxan (PDMS) feines Siberpulver so aufzubringen, dass ein Muster aus feinen, leitfähigen Drähten entsteht. Diese Drähte bilden einen einfachen Drucksensor, der den Augeninnendruck misst. Die Daten werden dann auf einen Computer übertragen. Darüber, wie die Datenübertragung stattfinden soll, machten die Wissenschaftler jedoch keine Angaben.

Werden die Messdaten kontinuierlich überwacht, so die Wissenschaftler, könne ein erhöhter Augendruck, der sogenannte grüne Star, frühzeitig erkannt werden. Außerdem könnten Mediziner so mehr Erkenntnisse über diese Krankheit gewinnen. Weiterer Vorteil der neuartigen Kontaktlinse: Silber ist selbst eine antimikrobielle Substanz, die Erreger von Augenkrankheiten unschädlich machen kann.

Spätere Versionen der Kontaktlinse könnten sogar von sich aus die Augenkrankheit bekämpfen, indem sie von sich aus Medikamente gezielt ins Auge träufeln.

Ein erhöhter Augeninnendruck schädigt die Sehnerven, was zur Einschränkung der Sehfähigkeit und schließlich zur Erblindung führt. Wird der erhöhte Augeninnendruck frühzeitig erkannt, lässt sich die Augenkrankheit grüner Star(öffnet im neuen Fenster) , auch Glaukom genannt, mit Medikamenten oder mit einer Operation behandeln.

Das Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung.


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