Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

DFN-CERT warnt vor neuem Linux-Rootkit

Angriffe auf mehrere Linux-Systeme beobachtet. Das Computernotfallteam des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) warnt vor aktuellen Angriffen, bei denen ein Rootkit auf Linux-Rechnern installiert wird. Zum Einbruch werden vermutlich gestohlene SSH-Schlüssel verwendet. Mit einem Skript des DFN-CERT lässt sich nach dem Rootkit suchen.
/ Julius Stiebert
20 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das DFN-CERT vermutet(öffnet im neuen Fenster), dass es sich bei dem verwendeten Kernel-Rootkit um eine neue Version des Rootkits Phalanx handelt. Beobachtet wurden bisher mehrere Angriffe in verschiedenen Netzwerken. Dazu wurden vermutlich gestohlene SSH-Schlüssel verwendet und anschließend das Rootkit installiert, das die Prozesse der Angreifer versteckt.

Gefunden wurde auf den Systemen unter anderem ein Init-Skript mit Alias-Definitionen, unter anderem um Dateien mit fremden SSH-Schlüsseln zu kopieren. Auch ein Logfile der Tastatureingaben fand sich auf den Systemen.

Das Rootkit korrigiert nach Angaben des DFN-CERT den Linkcount nicht, so dass dieser zu hoch ist, wenn unterhalb eines Verzeichnisses ein weiteres versteckt wurde. Ein Beispiel dafür gibt es in der E-Mail des DFN-CERT.

Um versteckte Prozesse aufzuspüren, hat das DFN-CERT in seiner Warnmeldung zudem ein Skript veröffentlicht. Allerdings ist es durch die Konfiguration des Rootkits möglich, dass beide Methoden nichts finden – ebenso wie das Skript falschen Alarm geben kann.

Auch die Universität Chicago hat einen Hinweis(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.


Relevante Themen