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HDTV: Hollywood beharrt auf Schließen der analogen Lücke

Einwände von Verbraucherschützern abgeschmettert

Die Motion Picture Association of America (MPAA), der Interessenverband der großen Hollywood-Studios, besteht weiterhin auf der Einführung eines sogenannten Broadcast-Flags für HD-Filme. Einwände von Kritikern weist der Verband in einer aktuellen Stellungnahme zurück.

Artikel veröffentlicht am ,

Anfang Juni 2008 hatte sich die MPAA mit dem Wunsch an die US-Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) gewandt, die Aufzeichnung von aktuellen Filmen in hoher Auflösung auf digitalen Videorekordern verhindern zu dürfen. Über eine "wählbare Ausgabekontrolle" ("selectable output control", SOC) - auch als Broadcast-Flag bekannt - will Hollywood bei Bedarf die analogen Videoausgänge an Empfangsgeräten ferngesteuert abschalten können.

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Selbstverständlich, hieß es von der MPAA, geschehe das nur im Interesse der Verbraucher. Ohne SOC würde Hollywood die aktuellen Filme nämlich nicht in hoher Auflösung vor ihrer DVD-Veröffentlichung ausstrahlen lassen, so die MPAA. Diese Argumentation stieß vielerorts auf Kritik und bei der FCC landete eine ganze Reihe von Eingaben, in denen das MPAA-Ansinnen zurückgewiesen wurde. Darauf hat die MPAA jetzt in einer neuen Stellungnahme reagiert. In dieser heißt es: "Verbraucherorganisationen, Hersteller von Haushaltselektronik [...] und Kabelprogrammanbieter haben alle anerkannt, dass es im Sinne der Verbraucher wäre und ohne jeden Nachteil für sie, wenn die FCC dem Antrag stattgeben würde."

Welche Verbraucherorganisationen genau gemeint sind, lässt die MPAA allerdings offen. Public Knowledge, Consumer Federation of America, Digital Freedom Campaign, Electronic Frontier Foundation, Media Access Project und New America Foundation können es jedenfalls nicht gewesen sein. Diese haben gemeinsam bei der FCC gegen die MPAA-Pläne Protest eingelegt.

Die MPAA wehrt sich in ihrer Stellungnahme auch gegen eine nur eingeschränkte Zulassung und eine Standardisierung von SOC. Die FCC solle es Hollywood und den Kabelprogrammanbietern überlassen, wie genau SOC implementiert werden soll. Überhaupt nichts hält die MPAA von dem Vorschlag, SOC zeitlich zu befristen: "Jede Einschränkung auf ein kalendarisches Datum wäre unpraktisch und nicht dazu geeignet, die regulative Sicherheit herzustellen, die Filmproduzenten für die Verhandlungen mit den Kabelprogrammanbietern [...] brauchen. Die Antragsteller [von der MPAA] und die Kabelprogrammanbieter werden die [...] notwendigen Investitionen scheuen, wenn sie wissen, dass diese sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in Luft auflösen werden." Ebenfalls solle die FCC doch davon absehen, die Nutzung von SOC nur für eine gewisse Zeit nach Erstsendung eines Films - vorgeschlagen wurden 120 Tage - zu genehmigen. Mit anderen Worten: ganz oder gar nicht.

Um der FCC ein totales SOC schmackhaft zu machen, malt die MPAA die von ihr geplante Zukunft in rosigsten Farben: "Wenn die Kommission den Antrag genehmigt, öffnet sie die Tür zu neuen, aufregenden Diensten für die Verbraucher: Von den Kabelanbietern bekommen die Verbraucher eine Vielfalt hochauflösender Filme in Erstausstrahlung direkt in ihre Fernseher geliefert und das früher als je zuvor. Die Zulassung von SOC wird für die Verbraucher von großem Nutzen sein, die die neuen Angebote wahrnehmen, ohne sie irgendwie daran zu hindern, bereits bestehende Angebote so weiter zu nutzen wie bisher." [von Robert A. Gehring]



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Der Kaiser 06. Aug 2008

Man ist das schwer zu lesen.. Es würde helfen wenn du ein paar Gedankenfäden zu Ende...

Neko-chan 05. Aug 2008

wenn du das ausbaust auf etwa 200 Seiten und mit ner menge § Schmückst, kannste das...

AndyMt 05. Aug 2008

... gibt es aber nicht zu, weil er ja jetzt HDTV hat...

...- 05. Aug 2008

http://en.wikipedia.org/wiki/Component_video Analog und HD schliessen sich nicht...

Archmage 05. Aug 2008

... und du kannst es nicht sehen, weil die Leute das Kopierschutzsignal aussenden, damit...


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