Larrabee: Intels Grafikchip setzt auf viele Pentium-Kerne
Über wie viele Kerne Intels erster Many-Core-Chip verfügen wird, hat der Chiphersteller noch nicht verraten, präsentiert aber Benchmarks von Chips mit bis zu 64 Kernen, die zeigen, dass die Architektur sehr gut mit der Zahl der Kerne skaliert.
Larrabee-Kerne sind vom zweiten Pentium-Kern (P55C) mit seinen kurzen Pipelines abgeleitet und verfügen über einen voll kohärenten Cache. Allerdings hat Intel die Kerne um neue Funktionen wie eine 64-Bit-Erweiterung und fortschrittliches Pre-fetching erweitert. Jeder einzelne Kern kann zudem vier Threads gleichzeitig mit separaten Registern pro Thread ausführen, was die Nachteile der In-Order-Pipelines der Pentium-Kerne wettmachen soll. Jeder Kern verfügt darüber hinaus über eine Vektor-Recheneinheit.
Um Texturen kümmert sich bei Larrabee der sogenannte Textursampler, der die üblichen Texturoperationen wie Dekompression oder anisotropische Filterung übernimmt, die er deutlich schneller abwickeln soll als wenn dieses in Software ablaufen würde. Er kommuniziert über den L2-Cache mit den einzelnen Kernen. Der Textursampler kann Texturen mit 8 Bit Farbtiefe direkt per Hardware verarbeiten.
Larrabee verfügt auch über fest verdrahtete Logikblöcke, die nicht nur Grafikapplikationen unterstützen sollen. Das Task-Scheduling wird allerdings komplett in Software abgewickelt, so dass die Ressourcen flexibel zugeteilt werden können.
Weitere Details zu Larrabee will Intel am 12. August 2008 auf der SIGGRAPH verkünden, ausführlich vorgestellt wird die Architektur auf dem in der darauf folgenden Woche stattfindenden Intel Developer Forum in San Francisco. Zum Marktstart äußerte sich Intel bei der jetzigen Vorstellung von Larrabee nicht, unbestätigten Berichten zufolge soll es aber noch im Jahr 2008 erste Entwicklermuster geben.
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