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USA: Comcast darf P2P-Filesharing nicht einschränken

Die FCC schloss sich schließlich der Meinung des Internetarchitekten David Reed vom MIT an, der die Auffassung vertrat, dass "weder Deep Packet Inspection noch RST-Injection ein akzeptables Verhalten darstellen". Comcast hatte beide Technologien, DPI und TCP-RST-Injection, zur Störung des P2P-Verkehrs eingesetzt. In den Augen der FCC-Kommissare waren Comcasts Handlungen vergleichbar mit dem heimlichen Öffnen von Briefen bei der Post, um anhand der Inhalte zu entscheiden, wann oder ob die Post zugestellt werden soll.

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Comcast wurde von der FCC aufgefordert, binnen Monatsfrist alle Details zur Netzwerkdiskriminierung offenzulegen; einen Plan vorzulegen, wie bis Jahresende die Diskriminierungspraxis beendet werden soll; neue Pläne zum Netzwerkmanagement vorzulegen. Eine Strafe wurde hingegen nicht verhängt.

Die FCC-Entscheidung wurde unterschiedlich bewertet. Während Bürgerrechtler Gigi Sohn von Public Knowledge von einer "wegweisenden Entscheidung" sprach, kritisierte sie FCC-Kommissar Robert McDowell: "Was kommt als Nächstes? Wird die FCC beschließen, dass alle Netwerkbesitzer erst die Regierung um Erlaubnis bitten müssen, bevor sie im Interesse ihrer Kunden die Informationsflut managen dürfen?" Auch aus der konservativen Progress and Freedom Foundation (PFF) kam Kritik. Deren Mitarbeiter Bret Swanson bezeichnete die FCC-Entscheidung als "großen, möglicherweise weitreichenden Fehler". Sein Kollege Adam Thierer sah "die Tür geöffnet" für "das Anwachsen der Macht der FCC-Bürokratie über alles Digitale".

Auf der anderen Seite begrüßten AT&T und Verizon, ebenfalls zu den größten US-Internetprovidern gehörend, die FCC-Entscheidung grundsätzlich. "Ganz egal, wie man die Beschwerden gegen die FCC bewertet, hat die FCC heute gezeigt, dass ihre nationalen Richtlinien für das Internet funktionieren und völlig ausreichend sind, um allen Bedenken zur Netzwerkneutralität Rechnung zu tragen", erklärte Jim Cicconi von AT&T. Mit anderen Worten: Der US-Gesetzgeber sollte die Finger von einem Gesetz zur Netzwerkneutralität lassen, die FCC wird es schon richten.

Wie Comcast auf die FCC-Entscheidung reagieren wird, ob das Unternehmen die Entscheidung vielleicht sogar vor Gericht anfechten wird, ist noch offen. Derweil hat die EFF gestern die Software "Switzerland" vorgestellt, mit der sich Integrität von Internetverbindungen überprüfen lässt. [von Robert A. Gehring]

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blowbär 03. Aug 2008

man muss den experten doch erstmal zeit lassen sowas in der firma durchsickern zu...

RaiseLee 03. Aug 2008

Die Software heisst Switzerland und prüft die Integrität :-)

Tach 03. Aug 2008

ist sowieso der letzte Mist hier. Bei der Hotline erfährt man nur die Vornamen der...


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