Apple beseitigt gefährliches DNS-Sicherheitsleck
Anfang Juli 2008 wurde das DNS-Sicherheitsloch gemeldet und vor rund einer Woche Schadcode gesichtet, der das Sicherheitsleck ausnutzt, um etwa Nutzer auf fremde Webseiten zu lotsen. Nun hat Apple mit einem Patch reagiert, der den Fehler im BIND-Server von MacOS X 10.4.11 sowie 10.5.4 korrigiert. Standardmäßig ist dieser nicht aktiviert.
Im Betriebssystemkernel befindet sich ein gefährliches Sicherheitsleck, das sich mit langen Dateinamen ausnutzen lässt. Dann kann ein Angreifer entweder gezielt einen Absturz hervorrufen oder aber auch beliebigen Programmcode ausführen. Mit dem nun veröffentlichten Patch soll der Fehler beseitigt werden.
Gleich zwei gefährliche Sicherheitslecks beseitigt der Patch in der CoreGraphics-Komponente von MacOS X, die beide zum Ausführen schadhaften Codes missbraucht werden können. Ein Opfer muss lediglich dazu gebracht werden, eine manipulierte PDF-Datei oder eine entsprechend präparierte Webseite anzuzeigen.
Mit einer manipulierten Datei im Format von Microsofts Officepaket lässt sich ebenfalls Schadcode ausführen oder ein Programmabsturz provozieren. Schuld daran sind gleich mehrere Sicherheitslöcher in QuickLook, die nun mit dem Patch beseitigt sein sollen. Ein Sicherheitsloch in OpenSSL kann ebenfalls zum Ausführen von Schadcode missbraucht werden. Dazu ist ein manipuliertes Datenpaket erforderlich, das im harmloseren Fall zum Programmabsturz führt.
Ein weiteres Sicherheitsleck in der Open-Scripting-Architektur von MacOS X gestattet einem lokalen Nutzer die Ausweitung von Benutzerrechten und somit auch die Ausführung von Schadcode. Dazu muss der Angreifer direkten Zugriff auf das betreffende System besitzen. Gleiches gilt für das Sicherheitsloch im Disk Utility in MacOS X 10.4.11. Läuft das Reparaturrechte-Werkzeug, kann ein angemeldeter Nutzer über emacs Befehle mit Systemrechten ausführen.
Zudem beseitigt der Patch einen Fehler in der Data-Detector-Komponente von MacOS X 10.5.4, der zum Programmabsturz führt. Das gleiche Angriffsszenario findet sich in OpenLDAP, das mittels spezieller LDAP-Nachrichten ausgenutzt werden kann. Ein Fehler in rsync gestattet die Einsicht oder das Überschreiben von Dateien und soll nun korrigiert sein. Gleich eine Reihe von Sicherheitslecks und Fehler werden mit dem Patch in der PHP-Komponente von MacOS X 10.5.4 beseitigt.
Der Sicherheitspatch für MacOS X 10.4.11 sowie 10.5.4 steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit und gilt auch für die Serverausführungen des Betriebssystems. Die Patches werden auch über die Updatefunktion des Betriebssystems verteilt.
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