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Richard Garriott nimmt Avatare mit ins All

Spieldesigner Richard Garriott macht im Weltall Werbung für Tabula Rasa

Am 12. Oktober 2008 fliegt Lord British ins All! Klingt wie ein schlechter Comic, ist aber so - denn "Lord British" lautet das Pseudonym des Spieldesigners Richard Garriott, und der saust im Herbst als sechster Privatmensch an Bord einer russischen Sojus-Rakete in den Orbit. Mit an Bord: Avatare eines Onlinecomputerspieles.

Artikel veröffentlicht am ,

Richard Garriott während einer Vorbereitungsmission.
Richard Garriott während einer Vorbereitungsmission.
Bekannt wurde Richard Garriott als Schöpfer der Rollenspielreihe Ultima, deren erster Teil 1980 erschien - und in der Garriott in der Kunstfigur des "Lord British" auftrat. Er hat in seinen Spielen auch den Begriff des "Avatar" mit populär gemacht.

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Später hat der Sohn des Nasa-Astronauten Owen Garriott weitere Computerspiele entwickelt, darunter auch Ultima Online, eines der ersten Massively Multiplayer Online Role Playing Games moderner Prägung. Außerdem war Richard Garriott an mehreren Abenteuermissionen in der echten Welt beteiligt. Er hat bei zwei Expeditionen in der Antarktis nach Meteoriten gesucht, ist zur Titanic getaucht und hat Gorillas in Afrika beobachtet.

Am 12. Oktober 2008, so zumindest die aktuelle Planung, fliegt Lord British an Bord eines russischen Raumschiffs vom Typ Sojus TMA-13 zur Internationalen Raumstation ISS.

Dort will Garriott im Auftrag der Biochemie-Firma seines Vaters ein paar Experimente im Zusammenhang mit der Kristallisation von Proteinen durchführen. Im Rahmen der ersten Kunstausstellung im All zeigt er Gemälde seiner Mutter und will in der Schwerelosigkeit auch selbst zum Pinsel greifen.

Außerdem nutzt er die Mission als Werbeplattform für sein vorerst letztes Computerspiel Tabula Rasa; darin überfallen übrigens Außerirdische die Erde. Garriott will die Charakterdaten von weltweit allen Spielern, die am 2. September 2008 über einen aktiven Account verfügen, auf einer Speicherkarte mit ins All nehmen. Dort werden sie - bis auf Weiteres - hinterlegt. Amerikanische Spieler können sogar an einer Verlosung teilnehmen, in deren Rahmen ihre DNA digital erfasst wird und dann ebenfalls mit auf die Speicherkarte kommt; deutsche Spieler können angeblich aus rechtlichen Gründen nicht an diesem Teil der Aktion Operation Imortality teilnehmen.

"Falls der Menschheit etwas zustößt, könnte die DNA dieser Spieler theoretisch als Ausgangsbasis einer wiederbelebten menschlichen Spezies fungieren", sagt Garriott zu der Aktion. Und geht nicht weiter auf das Problem ein, dass eine zweite Zivilisation auf Basis der DNA von Tabula-Rasa-Spielern angesichts des eher mäßigen kommerziellen Erfolgs über nur geringe genetische Vielfalt verfügen würde.



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Ultima-Fan 05. Aug 2008

Ich fand Ultima 7 das absolute Highlight der Serie. Zu dem Zeitpunkt bin ich damals vom...

Daddelfreak 02. Aug 2008

nun ich kenne Lord Britisch noch aus meinen C64 Zeiten... ah die Nostalgie.... ich gönne...

LordHelmchen 31. Jul 2008

Ich würde ja auch gerne mal ins All fliegen, aber mir fehlt (noch) das nötige...

Engelmacher 31. Jul 2008

... dann wär die Welt befreit von diesem Idioten. Ist sowieso nur ein peinlicher...

WinamperTheSecond 31. Jul 2008

die zweite Auflage der Menschheit soll aus Tabula Rasa-Spielern bestehen... Killerspiele...


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