Midori - arbeitet Microsoft am Windows-Nachfolger?

Neues Betriebssystem könnte auch ein reines Forschungsprojekt sein

Microsoft arbeitet unter dem Codenamen "Midori" angeblich an einem komponentenbasierten Betriebssystem, das Windows ablösen könnte. Es basiert auf Singularity, einem von Microsoft Research entwickelten neuen Betriebssystem. Midori könnte aber, wie auch Singularity, ein reines Forschungsprojekt sein.

Artikel veröffentlicht am ,

Über "Midori" berichtet die SD Times, der nach eigenen Angaben interne Microsoft-Dokumente über das Projekt vorliegen. Es sei die Konsequenz aus der Einsicht bei Microsoft, dass sich gewisse Probleme nicht durch eine Weiterentwicklung existierender Technologien lösen lassen.

Stellenmarkt
  1. Cyber Security Consultant (m/w/d)
    TTS Trusted Technologies and Solutions GmbH, Essen
  2. Softwareentwickler / Data Scientist (m/w/d)
    InGef - Institut für angewandte Gesundheitsforschung Berlin GmbH, Berlin
Detailsuche

Der Codename Midori stand einst für eine Linux-Distribution von Transmeta.

Das Design von Microsofts Midori sei von vornherein auf eine internetzentrierte Welt ausgerichtet. Anders als das in C# realisierte Singularity, soll Midori aber nativ auf x86-, x64- und ARM-Prozessoren laufen, gehostet vom Microsoft Hypervisor Hyper-V oder einem Windows-Prozess. Damit ließe sich sicherstellen, dass bestehende Applikationen neben neuen auf einem System laufen und man könnte einen Migrationspfad von Windows auf das neue System anbieten.

Midori soll laut SD Times mit einer rein asynchronen Architektur arbeiten, die auf die parallele Verarbeitung von lokalen und verteilten Aufgaben ausgelegt ist. Applikationen sollen auf unterschiedlichen Topologien ausgeführt werden, vom Client-Server-Modell über mehrschichtige Installationen bis hin zum Peer-to-Peer-Ansatz oder einer Cloud-Computing-Umgebung. Speicherplatz kann eine Applikation dabei selbst zur Verfügung stellen, vom Betriebssystem beziehen oder den einer vertrauenswürdigen verteilten Umgebung nutzen.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.02.2023, Virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Darüber hinaus soll Midori über ein objektorientiertes API verfügen. Auch bei GUI seien große Änderungen in Richtung einer größeren Abstraktion zwischen Applikation und Betriebssystem geplant. Midori-Applikationen sollen in .Net-Sprachen entstehen, die in nativen Code übersetzt werden. Dabei soll der von Microsoft Research entwickelte Bartok-Compiler zum Einsatz kommen, der in der Lage sein soll, Programmierfehler zu erkennen.

Ein grundlegender Unterschied im Vergleich mit Windows soll in der Komponentenarchitektur von Midori liegen. Einzelne Komponenten sollen stark voneinander isoliert laufen, so dass eine aus dem Ruder laufende Komponente keine andere in Mitleidenschaft ziehen kann. Einzelne Komponenten sollen zudem auch auf Windows laufen, was einen schrittweisen Umstieg erleichtern könnte.

Auf unterster Ebene soll Midori mit zwei Kernel-Schichten arbeiten: einem Mikrokernel, der aus nativem Code besteht und die Hardware kontrolliert, sowie einer höheren Kernel-Ebene, die mit managed Code realisiert ist und umfassende Betriebssystemfunktionen bereitstellt. Dazu kommt ein einheitliches Scheduling-Framework für alle Gerätetypen, das als Ressource Management Infrastructure (RMI) bezeichnet wird. Dieses soll Ressourcen inklusive IO-Bandbreite, Speicher sowie Energiezufuhr zuteilen und Antwortzeiten überwachen.

Einen Zeitplan für Midori gibt es laut SD Times nicht. Womöglich handelt es sich auch nur um ein weiteres Forschungsprojekt, wie auch Singularity eines ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


erma 09. Nov 2012

schon lustig soetwas zu lesen, vier Jahre später ... Microsoft hat Windows 8 released und...

LNX-Admin (PRO) 15. Jul 2009

Fedora du DEPH!

bierbo 25. Feb 2009

das klingt mehr nach einem flickenwerk als nach einem durchdachten sysem... wobei die...

Moazagotl 31. Jul 2008

Was für ein Quatsch. Linux ist zunächst mal nur ein Kernel - ohne jegliches Desktop...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesweiter Warntag
"Es wird richtig, richtig laut!"

Zum Warntag am 8. Dezember werden Warnungen erstmals über Cell Broadcast an Mobilgeräte verschickt. Der Anteil der erreichbaren Nutzer ist weiter unklar.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti und Friedhelm Greis

Bundesweiter Warntag: Es wird richtig, richtig laut!
Artikel
  1. Grafikkarten: Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam
    Grafikkarten
    Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam

    Nvidia hat seit langem keine wirklich günstigen Grafikkarten mit neuem Chipdesign herausgebracht. Deshalb ist der neue Platz 1 auch älter.

  2. Klimaschutz: KIT-Anlage macht die Luft sauber und erzeugt Kohlenstoff
    Klimaschutz
    KIT-Anlage macht die Luft sauber und erzeugt Kohlenstoff

    Einen doppelten Nutzen hat eine Pilotanlage am KIT: Sie entfernt Kohlendioxid aus der Luft und macht daraus unter anderem Baumaterial für Akkus.

  3. Project Titan: Apples Elektroauto soll 2026 ohne autonomes Fahren kommen
    Project Titan
    Apples Elektroauto soll 2026 ohne autonomes Fahren kommen

    Das Apple-Auto soll weniger als 100.000 US-Dollar kosten, mit der Rechenleistung von vier M1 Ultra ausgestattet sein und 2026 auf den Markt kommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon bestellbar • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.689,90€, MSI 28" 4K 579€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ • Alternate: Acer Gaming-Monitor 27" 159,90€, Razer BlackWidow V2 Mini 129,90€ • 20% Extra-Rabatt bei ebay • Amazon Last Minute Angebote [Werbung]
    •  /