Activision Blizzard trennt sich von Spielen und Studios
Aus dem Portfolio von Vivendi Games werden laut offizieller Mitteilung Crash Bandicoot, Ice Age, Spyro, Prototype(öffnet im neuen Fenster) und ein neues, noch nicht angekündigtes Spiel übernommen. In dieser Liste fehlen viele bereits angekündigte Vivendi-Spiele, die bei Activision Blizzard nicht mehr in die Pläne passen. Beispiele sind Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena, Ghostbusters und die Spielerweiterung World at Conflict: Soviet Assault – ihre Zukunft ist damit ungewiss. Gegenüber Gamespot bestätigte ein Activision-Sprecher bereits die Beschränkung(öffnet im neuen Fenster) auf die fünf genannten Spiele.
Entsprechend wird im Rahmen des Zusammenschlusses nicht nur bei den Spielen ausgesiebt, sondern auch die Vivendi-Games-Entwicklerstudios werden reorganisiert oder stehen auf der Abschussliste. Ziel ist es, die Spielestudios auf die neue Produktausrichtung anzupassen und effizienter zu machen. In Folge werden laut Pressemitteilung Radical Entertainment(öffnet im neuen Fenster) (Crash Bandicoot, Prototype, Scarface) und High Moon Studios(öffnet im neuen Fenster) (The Bourne Conspiracy, Darkwatch) personell neu ausgerichtet.
Das schwedische Strategiespielstudio Massive Entertainment(öffnet im neuen Fenster) (World in Conflict, Ground Control) und das britische Swordfish Studios(öffnet im neuen Fenster) (World in Conflict, Cold Winter, UEFA Striker) werden voraussichtlich keinen Platz bei Activision Blizzard finden. Eine Entscheidung verkündete Activision Publishing noch nicht, erwähnt allerdings die Möglichkeit eines Verkaufs. Evaluiert und möglicherweise verkauft werden auch das Handyspiele-Studio Vivendi Games Mobile(öffnet im neuen Fenster) und der Casual-Games-Entwickler Sierra Online(öffnet im neuen Fenster) .
Auch wenn sich Activision Blizzard von Spielen und Studios trennt, so wird doch der Katalogbestand an Vivendi-Spielen auch in Zukunft weiter vertrieben. Als Beispiel wird das zum Filmstart von "Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" (engl. The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor) veröffentlichte gleichnamige Spiel genannt.
Spiele auf Basis von Crash Bandicoot, Ice Age und Spyro zählten laut Activision Publishing zu den in Nordamerika und Europa am besten verkauften Spielen. Die Spiele der 1996 gestarteten und mittlerweile auf mehreren Plattformen zu findenden Crash-Bandicoot-Marke wurden in beiden Regionen insgesamt über 35 Millionen Mal verkauft. Auch Spyro wurde mittlerweile über 20 Millionen Mal verkauft. Das Spiel zum Film Ice Age 2 wurde insgesamt zwei Millionen Mal verkauft. Mit diesen Marken sieht sich Activision-Chef Mike Griffith im Bereich Film- und Familienunterhaltung gut positioniert.
Was mit den nicht mehr weiter verlegten Spielen passiert, wird laut Griffith derzeit überprüft.



