Mini-Notebooks werden weltweit Käufer finden
Netbooks als Zweitgeräte und erste bezahlbare Rechner für Entwicklungsländer
Das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass preiswerte Mini-Notebooks in den kommenden Jahren in Schwellen- und Industrieländern mehr Verbreitung finden, sowohl bei Endverbrauchern als auch bei Business-Anwendern. "Wir erwarten, dass der Bereich die Produktinnovation im PC-Markt in den nächsten Jahren in Gang hält", so Annette Jump, Research Director bei Gartner.
Der 100-US-Dollar-Laptop sei in den nächsten zwei bis drei Jahren noch nicht realisierbar, resümiert Gartner. Alle gängigen Modelle der preiswerten Mini-Notebooks kosteten momentan noch deutlich mehr als 100 US-Dollar, die die Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) ursprünglich für den Bildungssektor vorgegeben hatte. Ein wesentlicher Preisverfall in den nächsten zwei bis drei Jahren scheine bisher unwahrscheinlich.
Netbooks erreichen aber Käufer in allen Regionen, in den gesättigten Märkten als zusätzliche Geräte, und in Entwicklungs- und Schwellenländern als erste, annähernd bezahlbare Computer, für die große Masse der Weltbevölkerung.
Der XO-Laptop der OLPC-Initiative wird mittlerweile für rund 188 US-Dollar in Entwicklungs- und Schwellenländern verbreitet. Gebaut wurde das Modell von November 2007 bis Juni 2008 rund 600.000-mal. Doch weitere Faktoren als die magische 100-Dollar-Grenze seien relevant. "Die wirtschaftlichen Nutzen von IT-Bildung in den Schwellenländern treiben den 100-Dollar-PC an, aber es gibt noch viele offene Fragen", so Jump. "Dazu gehören beispielsweise die Festlegung von relevanten und produktübergreifend gültigen Hardwarespezifikationen, die Verfügbarkeit von bezahlbarer Elektrizitäts- und Internetversorgung, sowie adäquate Finanzierungsmöglichkeiten für Menschen, deren Kaufkraft stark begrenzt ist."
Es wurden Pilotprojekte zur Nutzung von Mini-Notebooks im Bildungsbereich in einer Reihe von Entwicklungs- und Schwellenländern gestartet, darunter Teile von Afrika, Südamerika, dem indischen Subkontinent, dem Fernen Osten und in Osteuropa. Erste Lehren daraus seien laut Gartner die Notwendigkeit von Finanzierungsprogrammen, Planung und Ausbildung für Lehrer und Schüler gleichermaßen, Content-Entwicklung im Einklang mit dem lokalen Lehrplan und eine permanente Verfügbarkeit von technischem Support.
Gartner geht davon aus, dass die Preise für billige Netbooks in den nächsten zwei bis drei Jahren um weitere 10 bis 15 Prozent nachgeben. Der XO-Laptop könne damit einen Preis von 160 bis 169 US-Dollar erreichen. Die Kosten für Verpackung, Montage und Software verharren dagegen wahrscheinlich eher auf dem heutigen Niveau, so die Marktforscher.
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Ich hab mir ein MSI/Medion Netbook ursprünglich für Urlaubreisen zugelegt. Um Fotos und...
Gehoeren die Sharp Zaurus Devices auch in diese Kategorie? Wenn ja, dann gibt es sowas ja...
Hmm da schliesse ich mich an. Banken, Versicherungen, Einrichtungen und große Firmen...
Fang: <°,><