Playstation-Sparte als einziger Lichtblick in Sonys Bilanzen
Elektronik- und Medienkonzern erleidet Gewinneinbruch
Der japanische Elektronik- und Medienkonzern Sony konnte mit seiner Spielesparte einen Quartalsgewinn von 5,4 Milliarden Yen (31,9 Millionen Euro) einfahren. Der Absatz der Konsole Playstation 3 verdoppelte sich auf 1,56 Millionen Geräte. Der Gesamtkonzern litt allerdings unter massivem Gewinneinbruch, belastet durch das Handy-Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson und den Preisdruck bei Digitalkameras.
Im ersten Quartal des Sony-Geschäftsjahres 2008/2009 sank der Quartalsgewinn von 66,5 Milliarden Yen (392,6 Millionen Euro) auf 35 Milliarden Yen (206,6 Millionen Euro). Das Ergebnis lag damit weit unter den Prognosen der Analysten. Die von Thomson Financial befragten Experten wollten für den Zeitraum von April bis Juni 2008 einen Gewinn von 52 Milliarden Yen (307 Millionen Euro) sehen.
Sony senkte zudem seine Jahresprognose auf 240 Milliarden Yen (1,42 Milliarden Euro). Bisher hatte der Mischkonzern 290 Milliarden Yen (1,71 Milliarden Euro) angestrebt. Ursache für die gegenwärtige Schwäche sei die niedrige Performance bei Sony Ericsson, nachlassende Nachfrage in den USA besonders bei Flachbildfernsehern der Marke Bravia und der Preiskrieg bei Digitalkameras. Der Konzernumsatz stagnierte bei 1,976 Billionen Yen (11,67 Milliarden Euro), im Vorjahreszeitraum lag der Absatz bei 1,977 Billionen Yen (11,66 Milliarden Euro).
Einziger wirklicher Lichtblick für Sony ist die Bilanz der Spielesparte, wo sich die gesenkten Playstation-3-Produktionskosten, die gestiegenen Playstation-3-Softwareverkäufe und die starken Playstation-Portable-Verkaufszahlen auswirkten. Die Analysten hatten hier einen Verlust von 7,5 Milliarden Yen (44,3 Millionen Euro) erwartet. Erreicht wurde aber ein operativer Quartalsgewinn von 5,4 Milliarden Yen (31,9 Millionen Euro), nach einem Minus von 29,2 Milliarden Yen (172,5 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum.
Die PS3-Verkaufszahlen des Vorjahresquartals konnten mit 1,56 Millionen Stück um 860.000 Playstation 3 gesteigert werden. Bis Ende Juni 2008 konnte Sony Computer Entertainment (SCE) weltweit rund 14,41 Millionen PS3 ausliefern. Bis März 2009 will Sony weitere 10 Millionen PS3 und 9 Millionen PlayStation 2 ausliefern. Konkurrent Nintendo hat sich mit der Wii das Ziel gesetzt, bis 2009 rund 25 Millionen Geräte zu verkaufen - und würde Sony damit überholen, vorausgesetzt, die PS2 wird nicht mit eingerechnet.
Die PS2-Verkaufszahlen sinken allerdings weiter: Wurden im Vorjahreszeitraum noch 2,66 Millionen PS2 verkauft, so waren es im vergangenen Geschäftsquartal nur noch 1,51 Millionen Geräte. Damit werden nun erstmals mehr PS3 als PS2 verkauft. Auch bei den Softwareverkäufen liegt die PS3 mittlerweile vor der PS2. Dennoch ist die PS2 immer noch eine ernstzunehmende Plattform.
Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unterdessen erfahren hat, will Sony den 50-prozentigen Anteil von Bertelsmann am Gemeinschaftsunternehmen BMG Music erwerben. Sony soll dafür 100 Milliarden Yen (590,6 Millionen Euro) bieten und eine erste Einigung noch im August 2008 anstreben.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed








Gratulation zu dem Geschäft- warte mal ab, wie es aussieht wenn du das Betriebssystem...
einer der Gründe warum ich keinen Sony-Kram kaufe. Aber nicht der einzige.
jo hat mich auch grad überrascht die Meldung... da sieht man was für einen Schwachsinn...
Da kann ich mir selbst nur für die schlechte Recherche eine Ohrfeige geben : http://www...