Sophos will Utimaco für 217 Millionen Euro kaufen

IT-Sicherheitsunternehmen arbeitet in sensiblen Bereichen

Der britische Hersteller von Antivirensoftware Sophos will das IT-Sicherheitsunternehmen Utimaco Safeware für 217 Millionen Euro erwerben. Das mittelständische Unternehmen aus Oberursel ist Anbieter von IT-Sicherheits- und Kryptographie-Produkten, die auch von deutschen Regierungsstellen eingesetzt werden.

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Utimaco-Finanzchef Christian Bohne bestätigte Golem.de, es habe Gespräche auf Ebene des Senior-Managements mit Sophos gegeben. Man werde die Offerte prüfen, "wenn alle Unterlagen komplett vorliegen." Ob es sich um ein einvernehmliches oder feindliches Übernahmeangebot handelt, wollte Bohne nicht sagen.

Wie Sophos bekannt gab, hat die Firma mit Investcorp Technology Partners, mit 24,99 Prozent der größte Aktionär der Utimaco, bereits eine Vereinbarung zur Übernahme der Anteile gegen Barmittel und neue Sophos-Aktien getroffen. Für alle anderen Aktien will Sophos ein freiwilliges öffentliches Barangebot in Höhe von 14,75 Euro je Utimaco-Anteilsschein abgeben. Das Geschäft mit Investcorp Technology Partners steht unter dem Vorbehalt einer Annahme des Angebots durch die Anleger.

Utimaco und Sophos haben zudem einen Reseller- Vertrag für SafeGuard Enterprise abgeschlossen und eine Vereinbarung über die gegenseitige Empfehlung für alle Produkte beider Unternehmen getroffen.

"Informationssicherheit sollte so selbstverständlich wie Antivirenschutz sein", sagte Sophos-Chef Stephen Munford. Durch den Zukauf erhalte Sophos Technologie für "Endpunktschutz, Netzwerkzugriffskontrolle und Verschlüsselung". Besonders das neue Utimaco-Produkt SafeGuard für Schlüsselmanagement ist dabei für die Briten von Interesse.

Utimaco soll als Sparte für Datensicherheit innerhalb der Sophos-Gruppe weiterlaufen. Die Annahmefrist im Rahmen des Übernahmeangebotes wird voraussichtlich im August 2008 beginnen. Sophos rechnet mit einem Abschluss im Oktober 2008.

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