KDE 4.1 - neue Desktop-Generation für alle?

Desktop-Effekte
Schon mit KDE 4.0.3 haben die Entwickler Marble nachgereicht. Dieser virtuelle Globus integriert mittlerweile auch die Daten des OpenStreetMap-Projektes, so dass sich zumindest für größere Städte wie Berlin Kartenmaterial abrufen lässt. Zusätzlich gibt es verschiedene Globuseinstellungen, beispielsweise um sich die wärmsten Zonen der Erde anzeigen zu lassen. Bewusst wurde bei Marble darauf verzichtet, Hardwarebeschleunigung wie OpenGL zu verwenden. Dadurch soll es sich auch auf weniger leistungsfähigen Rechnern einsetzen lassen.
Das Multimedia-Framework Phonon unterstützt Untertitel sowie zusätzliche Backends für GStreamer, DirectShow 9 sowie QuickTime. An der Unterstützung für DVD-Menüs arbeiten die Entwickler aber noch. Auch auf den Musik-Player Amarok 2 muss weiter gewartet werden. Zwar lassen sich die Alphaversionen natürlich nachinstallieren. Wieder direkt in KDE enthalten sein wird die Software jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Entwickler peilen den Oktober 2008 als Termin an.
Neu ist ferner, was lange angekündigt wurde und durch Qt 4.4 möglich wird: Einige der KDE-Programme lassen sich jetzt auch nativ unter MacOS X, Windows und Solaris nutzen. Noch sind diese Portierungen aber in der Testphase, nicht jede Anwendung läuft fehlerfrei oder lässt sich überhaupt starten. Und auch die Installation gestaltet sich teilweise noch umständlich. KDE-Fans können sich zwar schon freuen, dass sie ihre bekannten Programme nun auch auf anderen Plattformen einsetzen können. Neue Nutzer wird man damit zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht locken, denn für den täglichen Gebrauch sind die Anwendungen noch nicht fit.

Einstellungen
Neben den neuen Funktionen haben die Entwickler viel Arbeit in die Stabilität ihres Desktops gesteckt und Fehler behoben. Das gilt natürlich auch für den Fenstermanager KWin und die implementierten Desktop-Effekte. Ein großes Problem haben jetzt jedoch Anwender, die eine neuere Nvidia-Karte in ihrem Rechner stecken haben. Die proprietären Treiber für diese Karten haben einige Probleme, die im Zusammenspiel mit Qt und KDE dazu führen, dass KDE 4.1 nur sehr langsam läuft. Workarounds gibt es in der KDE-Techbase. Letztlich kann aber nur ein neuer Treiber von Nvidia helfen, heißt es von den KDE-Entwicklern.
Fazit:
Ob es klug war, eine Entwicklerversion als KDE 4.0 zu veröffentlichen, darüber lässt sich streiten. Doch das KDE-Projekt hat sein Versprechen eingehalten und mit KDE 4.1 eine Version vorgelegt, die tatsächlich für Endanwender geeignet ist. Doch auch KDE 4.1 ist hauptsächlich für Enthusiasten interessant. Letztlich arbeitet man noch immer mit einer Baustelle. Zwar sind nun zusätzliche Komponenten enthalten, doch werden diese noch nicht alle beziehungsweise noch nicht in vollem Umfang verwendet. Immerhin ist man dank der portierten PIM-Anwendungen bei den grundlegenden Applikationen nicht mehr auf alte Programme aus KDE 3.5 angewiesen. Dennoch muss man bei der täglichen Arbeit damit rechnen, dass etwas noch nicht hundertprozentig funktioniert oder gar noch fehlt. Wer sich daran nicht stört, kann jetzt den Sprung von KDE 3.5 wagen. Andernfalls empfiehlt es sich auch weiterhin, KDE 4.1 in einem extra Verzeichnis zu installieren, um gegebenenfalls auf das verlässlichere KDE 3.5 zurückgreifen zu können.
KDE 4.1 steht wie üblich unter kde.org zum Download bereit. Die Screenshots im Artikel stammen aus KDE 4.1-rc1.
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Musst Du uns hier Deine Meinung aufnötigen? Wenn Du eh nur stumpf Deinen Käse absondern...
DauBasher: You sir are an idiot. I hate people like you.
Da gibts nen ganz einfachen Trick: Nicht installieren ;) Mach ich auch meist so
Ich würd ja gern mal wissen ob Du das auch einem der Designer, die da viel Arbeit rein...