Neuer Ausfall der Kartenlesegeräte in der Londoner U-Bahn
Trotz technischer Probleme soll es nicht zum Chaos kommen
Die Fahrkartenlesegeräte in der Londoner U-Bahn sind wieder einmal ausgefallen. Die Londoner Verkehrsbetriebe Transport for London (TfL) machen einen Dienstleister für das Problem verantwortlich. Damit es nicht zum Chaos kommt, hat TfL die Sperren an den U-Bahnhöfen geöffnet.
Betroffen sind die Lesegeräte für Prepaidfahrkarten, die so genannte "Oyster Card Pay as you Go". Das ist eine elektronische Fahrkarte mit einem integrierten RFID-Chip. Fahrgäste halten die Karte beim Betreten und Verlassen einer U-Bahn-Station an ein Lesegerät, der Fahrpreis wird vom Kartenguthaben abgebucht. Nach dem Auslesen öffnet sich eine Sperre und die Fahrgäste können passieren.

Oyster Card (Quelle: TfL)
Diese Lesegeräte sind von den technischen Probleme betroffen. Vor rund zwei Wochen hatte es bereits ein ähnliches Problem gegeben. TfL macht für das aktuelle Problem wieder einen technischen Dienstleister verantwortlich. "Wir glauben, dass dieses Problem wie das letzte von falschen Datensätzen unseres Zulieferers Transys herrührt", heißt es in einer TfL-Mitteilung.
Transport for London hat indes unkompliziert Abhilfe geschaffen: "Die Sperren wurden geöffnet, um Störungen für Fahrgäste zu minimieren, während wir das Problem lösen." Fälschlich abgebuchtes Fahrgeld werde das Unternehmen automatisch zurückerstatten.
Wegen der hohen Kosten für Einzelfahrten sind die Oyster Cards bei Londonern und Besuchern sehr beliebt. Seit der Einführung der Karten im Jahr 2003 sind laut TfL rund 17 Millionen Stück ausgegeben worden. Etwa 80 Prozent der Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in London sollen über Oyster Cards abgerechnet werden.
Im Frühjahr 2008 waren schwere Sicherheitslücken bei den RFID-Chips der Oyster Card, die vom niederländischen Chiphersteller NXP stammen, bekannt geworden. Niederländische und englische Forscher hatten aufgedeckt, dass es ohne weiteres möglich ist, den Datenverkehr der so genannten Mifare-Chips aus mehreren Metern Entfernung abzuhhören und die Daten in Sekundenschnelle zu entschlüsseln sowie die Chips zu kopieren. Vor etwa zwei Wochen wollte NXP den Forschern der Radboud-Universität in niederländischen Nijmegen auf dem Gerichtsweg verbieten, weitere Einzelheiten ihres Hacks zu veröffentlichen. Die Richter wiesen die Klage jedoch zurück. Die Mifare-Chips sollen weltweit auf rund einer Milliarde RFID-Karten im Einsatz sein.
In Großbritannien hat die Oyster Card Begehrlichkeiten beim britischen Inlandsgeheimdienst MI5 geweckt: TfL speichert für Abrechnungszwecke, wo Fahrgäste Busse und U-Bahnhöfe betreten und wo sie sie wieder verlassen haben. Der MI5 verlangt Zugriff auf die Bewegungsprofile der TfL-Kunden, die er mit Hilfe von Datamining auswerten will.
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"> Wenn man die Barzahlung - wie wohl geschehen - "In Großbritannien hat die Oyster Card...
Jup, MacOSX wurde von den guten Hackern des CCC (siehe Video windows sicherer machen...
Mit einem TelePhone auch nicht.
Sowas hätte es in den 50'ern nicht gegeben.