Infineon will 3.000 Stellen abbauen

Hohe Verluste durch Abschreibungen auf die Speichertochter Qimonda

Peter Bauer, der neue Chef des Halbleiterkonzern Infineons, will im Unternehmen 3.000 Arbeitsplätze abbauen. "Infineon muss seine Größe den heutigen Marktbedingungen anpassen. Ein Personalabbau von etwa 3.000 Stellen brutto ist unumgänglich, er betrifft alle Standorte", sagte er.

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Jährliche Einsparungen von mehr als 200 Millionen Euro sind das Ziel, so Firmenchef Bauer bei Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal. Am härtesten betroffen von dem Stellenabbau sind die Zeitarbeiter. "Wo wir Fertigung haben, haben wir auch einen Anteil an Leiharbeitern", sagte Firmensprecher Günter Gaugler Golem.de. Wenn mit den Zeitarbeitsfirmen nicht anders vereinbart, greift hier kein Kündigungsschutz oder Sozialplan.

In der Lupe, einer Zeitung der IG Metall bei Infineon Dresden, berichtet ein Betroffener von einem für den Standort typischen Schicksal: "Ich arbeite seit 8 Jahren am gleichen Arbeitsplatz - seit 4 Jahren als Leiharbeiter für geringeren Lohn und weniger Urlaub. Die Zeitarbeitsfirma strich gut 30 Prozent von meinem Lohn ein. Gestern teilte mir meine Führungskraft mit, dass in vier Wochen Schluss für mich ist - abgemeldet - einfach so. Infineon ist fein raus von wegen Kündigungsschutz, das braucht man bei unser einem nicht beachten." Rund 1.000 Arbeitsplätze streichen Qimonda und Infineon in diesem Jahr in Dresden.

Im dritten Quartal seines Finanzjahres 2007/2008 erwirtschaftete Infineon einen Verlust von 592 Millionen Euro. Im Vorquartal (Q2 2007/2008) betrug das Minus 1,37 Milliarden Euro. "Der Verlust resultiert zu großen Teilen aus Abschreibungen auf unsere Tochter Qimonda", so Gaugler weiter. Auf die Speicherchipfirma, die sich in der zyklischen Überproduktionskrise befindet, nimmt Infineon eine Wertberichtigung in Höhe von 411 Millionen Euro vor. Die Analysten hatten nur ein Minus von 276 Millionen Euro erwartet.

Ohne Qimonda, die Infineon in den Bilanzen als "nicht fortgeführte Aktivität" führt, hat sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen verglichen mit dem Vorquartal auf 71 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Allerdings verdankte das Unternehmen das Plus vor allem dem Erlös aus dem Verkauf der Festplatten-Aktivitäten an LSI für 41 Millionen Euro. Der Umsatz ist um zwei Prozent auf 1,03 Milliarden Euro geschrumpft.

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:-) 27. Jul 2008

Geld zu horten ist sinnlos, da kannst du es auch gleich aus dem Fenster werfen. Es...

Lars Bauer 26. Jul 2008

Anscheinend sehr geehrte Frau Ritter,haben sie noch nie in der Produktion gearbeitet und...

Bouncy 25. Jul 2008

blöd, wenn man 80 millionen menschen als "das volk" bezeichnet und sich dann wundert...

Andrea Heitmann 25. Jul 2008

? erstens würde mich mein faschistoider mann grün und blau klatschen, so wie ers bereits...



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