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Sahara als Stromquelle für die EU

Europäische Forscher sprechen sich für Photovoltaik aus. In der Sahara könnte genügend Energie erzeugt werden, um den Strombedarf der europäischen Union zu decken, sagten Wissenschaftler auf dem Euroscience Open Forum in Barcelona. Dazu müsste nur 0,3 Prozent des Sonnenlichtes, das auf die Wüste fällt, aufgefangen werden. Dieses könne mit Solarzellen oder Spiegeln geschehen, die Wasser aufheizen und so Turbinen antreiben.
/ Andreas Donath
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Die Idee stammt unter anderem von Arnulf Jäger-Walden vom Energieinstitut der europäischen Union. Die Energie müsste natürlich noch nach Europa transportiert werden. Zusammen mit anderen alternativen Energieformen wie Wind und Geothermie würde der erzeugte Strom in ein Supergrid eingespeist, das mit erheblich höheren Spannungen arbeiten würde als bisherige Netze und mit Gleichstrom funktioniert. Das Netz müsste sich von Sibirien bis nach Marokko und von Ägypten bis nach Island erstrecken.

Der Grid-Vorschlag, der nach Angaben der Veranstalter bereits von Briten und Franzosen unterstützt wird, würde auch eines der größten Probleme beim massiven Einsatz alternativer Energien lösen. Wind und Sonne fallen eben nicht konstant an. Doch bei einer derart großen Fläche wären die lokalen Unterschiede des Wetters nicht bedeutsam.

In einer Präsentation, die als Download(öffnet im neuen Fenster) unter dem Titel "Photovoltaics: Sustainable energy in the Mediterranean region" zur Verfügung steht, zeigten die Wissenschaftler auf, dass die Strompreise im Mittelmeerraum durch den Aufbau des Grids und der Photovoltaikanlagen ungefähr bei 15 Cent pro kWh lägen – das ist etwas weniger, als der durchschnittliche Stromkunde jetzt zahlt.


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