US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond

GPS-artiges System soll Astronauten die Orientierung auf dem Mond ermöglichen

US-Forscher entwickeln ein Navigationssystem für den Mond, das es Astronauten ermöglichen soll, sich auf dem Erdtrabanten wie zu Hause mit einem GPS-Gerät zurechtzufinden. Das System beruht auf einem Netz von Satelliten, Funkstationen und Sensoren auf dem Mond.

Artikel veröffentlicht am ,

Lange war es ruhig auf unserem direkten Nachbarn im Weltraum. Doch bald wird er wieder menschlichen Besuch bekommen: Bis zum Jahr 2020 wollen die Amerikaner wieder auf dem Mond landen, und auch die Chinesen haben angekündigt, dass Taikonauten aus dem Reich der Mitte den Mond besuchen sollen. Dafür, dass sie sich dort gut zurechtfinden können, soll Ron Li sorgen, Direktor des Mapping and GIS Laboratory der Ohio State University in Columbus.

So könnte das Mondnavigationssystem aussehen (Quelle: Kevin Gecsi, Ohio State University)
So könnte das Mondnavigationssystem aussehen (Quelle: Kevin Gecsi, Ohio State University)
Inhalt:
  1. US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond
  2. US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond

Wegen der fehlenden Satelliten können die Astronauten nicht das auf der Erde bewährte Navigationssystem GPS nutzen. Eigene GPS-Satelliten in die Mondumlaufbahn zu schicken, ist jedoch zu teuer. Dennoch wünscht sich die US-Weltraumbehörde Nasa für den Mond ein System, das sich wie GPS nutzen lässt.

Li hat deshalb das "Lunar Astronaut Spatial Orientation and Information System" (LASOIS) vorgeschlagen. Einen Teil des Systems bilden Navigations-, Aufklärungs- und Kommunikationssatelliten in der Mondumlaufbahn. Dazu kommen Funkstationen, die im Vorfeld einer bemannten Mondmission auf der Mondoberfläche installiert werden sollen. Daneben werden mobile Bewegungssensoren und Kameras auf bemannten oder unbemannten Fahrzeugen sowie auf den Helmen der Astronauten in das Netz integriert.

Zunächst wollen die Wissenschaftler aus den Bildern, die die Satelliten aus dem Orbit aus aufgenommen haben, sowie aus Bildern, die auf der Mondoberfläche entstanden sind, Landkarten des Mondes erstellen. Aus den Daten, die die Bewegungssensoren von Astronauten und Fahrzeugen liefern, berechnen Computer deren Positionen. Die auf dem Mond installierten Funkstationen dienen dabei als Referenzpunkte auf der Mondoberfläche.

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US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond 
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47110815 28. Jul 2008

ja bei so einem interstelaren stau durchaus praktisch. Ich meine wenn jetzt sogar die...

Tantalus 24. Jul 2008

Sind sicher bei den Points of Interest dabei. Die wichtigere Frage ist doch aber: Wo ist...

Staupilot 24. Jul 2008

Hoffentlich vergessen die nicht TMC mit einzubauen!

ohmygod 24. Jul 2008

Steine aus Deuterium oder Tritium? Oder nimmt man dafür mittlerweile kein H² mehr?



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