US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond
Jeder Astronaut bekommt dann ein Mondnavigationsgerät, auf dem er sich wie auf einem GPS-Navigationsgerät seine Position und seinen Weg anzeigen lassen kann. Die Geräte könnten nach der Vorstellung von Li in den Ärmel der Raumanzüge integriert werden.
Eine solches System sei notwendig, weil die Orientierung auf dem fremden Himmelskörper sehr schwierig ist, erklärt Li, der bereits an den Navigationssystemen der Marsfahrzeuge Spirit und Opportunity mitgearbeitet hat.
Die Mondoberfläche besteht weitgehend aus grauem Gestein. Wegen fehlender Landmarken wie Pflanzen oder Gebäuden ist das Abschätzen von Entfernungen kaum möglich. Hinzu kommt, dass die Krümmung der Mondoberfläche stärker ist als die der Erde, schließlich ist der Mond deutlich kleiner. Das bedeutet, dass der Horizont viel näher ist. Orientierungspunkte wie die Landefähre verschwinden deshalb schneller hinter dem Horizont. Fehleinschätzungen über die eigene Position können auf dem Erdtrabanten jedoch fatale Folgen haben.
Als Beispiel führt Li die Apollo 14-Mission an: Die beiden Astronauten Alan Shepard und Edgar Mitchell sollten den Cone Krater erkunden. Obwohl der nur gut einen Kilometer von der Landefähre entfernt war, konnten die Astronauten ihn nicht finden. Sie mussten die Mission abbrechen, weil der Sauerstoff knapp wurde. Später stellte man fest, dass sie nur wenige Meter vom Rand des Kraters entfernt umgekehrt waren.
Derzeit arbeitet die Nasa an mehreren Projekten, die eine Rückkehr der Menschen zum Mond vorbereiten sollen. Eines davon ist das Projekt MoonLITE, das die britische Raumfahrtbehörde British National Space Centre (BNSC) und die Nasa vor einige Monaten angekündigt haben: Ein Netz aus einem Satelliten sowie mehreren Sonden, die in den Mondboden eindringen und von dort wissenschaftliche Daten über den Satelliten zur Erde funken sollen. Zudem soll das System als Weltraum-Kommunikationsnetzwerk genutzt werden können.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| US-Forscher entwickeln Navigationssystem für den Mond |
- 1
- 2









ja bei so einem interstelaren stau durchaus praktisch. Ich meine wenn jetzt sogar die...
Sind sicher bei den Points of Interest dabei. Die wichtigere Frage ist doch aber: Wo ist...
Hoffentlich vergessen die nicht TMC mit einzubauen!
Steine aus Deuterium oder Tritium? Oder nimmt man dafür mittlerweile kein H² mehr?