CCC: Meldestellen werden Bürgern Fingerabdrücke abnötigen

Hacker warnen vor erheblichem Missbrauchspotential beim E-Ausweis

Der Chaos Computer Club rechnet damit, dass die Meldestellen die Bürger künftig nötigen werden, ihre Fingerabdrücke im elektronischen Personalausweis zu speichern. "Menschen, die diese nicht abgeben, werden als verdächtig gelten", so CCC-Sprecher Frank Rosengart. Das Bundeskabinett hat den E-Personalausweis im Scheckkartenformat heute beschlossen.

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Auch für den neuen Chip, auf dem die Daten gespeichert werden, sieht Rosengart Missbrauchspotential. "Der Betrüger GmbH wird es mit der elektronischen ID sehr leicht gelingen, an sensible Daten der Bürger zu kommen, wenn Menschen den E-Ausweis nutzen müssen, um im Internet einzukaufen", sagte er der Süddeutschen Zeitung.

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Für den Bürger habe die Verwendung des Fingerabdrucks keinen Vorteil. Es gebe für sie keinen Grund, diesen in Datenbanken des Staates zu speichern. Der Fingerabdruck sei "einzig und allein dazu geeignet, bei einem Grenzübergang, bei einer Kontrolle die Identität der Person mit dem Ausweis zu vergleichen", sagte er MDR Info. Vermeintliche Erleichterungen beim E-Commerce oder Bankgeschäften nannte Rosengart "einen Kartenspielertrick der Regierung." Beim Onlinekauf tue der Fingerabdruck überhaupt nichts zur Sache. Rosengart rechnet damit, dass Kunden nun immer häufiger aufgefordert werden, "jeden Quatsch mit ihrer elektronischen Unterschrift zu bestätigen". Dies öffne aber Spammern und Adresshändlern Tür und Tor. Mit der E-Signatur könnten sie sicher sein, dass gesammelte und weiterverkaufte Daten echt seien.

"Die Bundesregierung macht einen großen Fehler, wenn sie ihr schlechtes und unsicheres Konzept der elektronischen Reisepässe nun auch beim Personalausweis fortführt", warnt Jan Korte, Innenexperte der Linken. Er appelliert an alle Bürger, auf die Speicherung der Fingerabdrücke zu verzichten. Korte befürchtet, dass bald eine Debatte darüber beginnt, die gespeicherten Fingerabdrücke für andere Zwecke zu verwenden. Die Voraussetzungen dafür werde die Bundesregierung zum Beispiel mit dem zentralen Melderegister schaffen. Der gläserne Bürger wäre dann perfekt.

Anders sieht das der Branchenverband der ITK-Industrie Bitkom. Er geht davon aus, dass der E-Ausweis die "Sicherheit im Internet erhöhen" und damit das "Vertrauen der Verbraucher" stärken wird. Viele Missbrauchsmöglichkeiten und Sicherheitslücken könnten so geschlossen werden, so Dieter Kempf, Bitkom-Präsidiumsmitglied. Einsatzmöglichkeiten seien Onlinebanking, Einkauf im Internet, elektronische Bürgerdienste der Verwaltungen oder die Altersüberprüfung im Netz.

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blork42 16. Jan 2009

Scheiß Nazikind ey.

Qualle 24. Jul 2008

OxKing 24. Jul 2008

Sag ich doch, du hast absolut keine Ahnung. :D Deine Altersnachweise für Bögen sind sache...

Flugschwein 24. Jul 2008

Sowas machen ja auch sowieso nur Phöse Terroristen!



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