Weltkonzern Vodafone zeigt Schwäche

Deutsche Tochter kann jedoch beim mobilen Datenumsatz zulegen

Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone hat die Branche mit einer Umsatzwarnung geschockt. Das umsatzstärkste Mobilfunkunternehmen der Welt wird sich im laufenden Geschäftsjahr nur am unteren Rand der eigenen Prognosen bewegen.

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Der Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2008/2009 mache bereits deutlich, dass man die Prognose von 39,8 bis 40,7 Milliarden britische Pfund (50,13 bis 51,25 Milliarden Euro) nur knapp erreichen werde, erklärte der scheidende Firmenchef Arun Sarin. Im vorangegangenen Finanzjahr war der Umsatz noch um 14,1 Prozent auf 35,5 Milliarden Pfund (44,71 Milliarden Euro) gestiegen. Rein rechnerisch ergibt sich für die geänderte Jahresprognose nur noch ein Umsatzwachstum von 12 Prozent. Das Geschäftsjahr 2008/2009 endet für Vodafone am 31. März 2009.

Trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen profitiere Vodafone von seinen "verschiedenen Trümpfen und Services", von starkem Wachstum in der Region Osteuropa, im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischem Raum, und beim mobilen Datenverkehr. Dies gleiche die Schwäche auf dem spanischen Markt aus, so Sarin weiter. Der Fokus liege für Vodafone aber weiter auf der Kostenreduktion, sagte er. Beim operativen Ergebnis sei dadurch weiterhin das Ziel von 11 bis 11,5 Milliarden Pfund (13,85 bis 14,48 Milliarden Euro) zu schaffen. Im letzten Geschäftsjahr lag der operative Gewinn bei 10,1 Milliarden Pfund (12,71 Milliarden Euro). Der Datenumsatz stieg im ersten Quartal um 29,4 Prozent. Vodafone machte in dem Zeitraum weltweit einen Umsatz von 9,8 Milliarden Pfund (etwa 12,3 Milliarden Euro). Ein Plus von 19,1 Prozent.

Bei Vodafone Deutschland und der Festnetztochter Arcor wurden nach den Angaben im letzten Quartal 883.000 neue Mobilfunkkunden und 128.000 neue DSL-Kunden gewonnen. "Noch ist der Umsatz regulierungsbedingt leicht rückläufig, aber die Trendwende ist da", kommentiert Friedrich Joussen, Landeschef von Vodafone. Die Datenumsätze ohne SMS/MMS seien in dem Zeitraum um 24,8 Prozent auf 222 Millionen Euro gestiegen und machten inzwischen 12,4 Prozent des Service-Umsatzes aus.

Joussen prüft zudem eine Übernahme der DSL-Sparte des Telekommunikationsunternehmens Freenet. Man stehe dabei aber nicht unter Druck, sondern habe "genug Chancen, organisch zu wachsen."

In Würzburg will Vodafone zusammen mit Arcor ein mobiles Breitbandnetz mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink demonstrieren. Das wird durch eine Glasfaserkabelanbindung der Mobilfunk-Basisstationen an das Kernnetz realisiert. Noch in diesem Jahr soll sowohl im Down- als auch im Uplink die Geschwindigkeit an zahlreichen Standorten in Deutschland weiter erhöht werden.

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