• IT-Karriere:
  • Services:

US-Forscher entwickeln neue Bildschirmtechnik

Neue Displays sollen bessere Bildqualität bieten und günstiger herzustellen sein

Forscher von der Universität von Washington in Seattle und von Microsoft Research haben eine neue Technik für bessere Bildschirme entwickelt, die sogenannten teleskopischen Pixel. Diese sollen nach Angaben der Entwickler günstiger in der Herstellung sein als LCD und eine bessere Bildqualität bieten.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Aufbau der neuen Pixel ähnelt dem eines optischen Teleskops. Kernelemente des Pixels sind zwei Spiegel. Einer der beiden hat ein winziges Loch in der Mitte, dem der zweite genau gegenüber steht. Die Lichtquelle befindet sich hinter dem zweiten Spiegel. Stehen sich die Spiegel gegenüber, verlässt kein Licht das Pixel. Hinter dem Spiegel mit dem Loch befindet sich eine Elektrode. Wird an diese Strom angelegt, biegt sich der Spiegel in Richtung der Elektrode. Er hat nun die Form eines Parabolspiegels und reflektiert Licht auf den zweiten Spiegel, der es durch das Loch auf den Bildschirm wirft.

Stellenmarkt
  1. Jetter AG, Ludwigsburg
  2. Kommunaler Schadenausgleich, Berlin

Die teleskopischen Pixel böten, berichten die Entwickler Anna Pyayt, Gary Starkweather und Michael Sinclair in einem wissenschaftlichen Aufsatz, eine bessere Bildqualität als heutige Flüssigkristallbildschirme (LCD). Zum einen könne ein Bildschirm mit ihrer Technik echtes Schwarz darstellen, da in der Grundstellung kein Licht das Pixel verlässt. Die Flüssigkristalle hingegen können das Licht nicht komplett blockieren.

Zum anderen strahle ein Bildschirm mit ihrer Technik heller als ein LCD, bei dem nur etwa 5 bis 10 Prozent der Hintergrundbeleuchtung ausgestrahlt werde. Die teleskopischen Pixel hingegen emittieren über 30 Prozent des Hintergrundlichts, was vor allem bei mobilen Geräten große Vorteile bietet: Sie lassen sich besser auch bei hellem Tageslicht nutzen und verbrauchen dabei noch weniger Energie.

Ein weiterer Vorteil der neuen Bildschirmtechnik ist die schnelle Reaktionszeit eines Pixels. Nach Angaben der Entwickler reagieren die Spiegel in weniger als 1,5 Millisekunden auf die Spannung der Eletrode. Das erlaube es, hinter jedem Pixel eine blaue, eine gelbe und eine rote Diode als Lichtquelle anzubringen und diese so schnell nacheinander aufleuchten zu lassen, dass für das Auge der Eindruck einer bestimmten Farbe entstehe. Durch die hohe Geschwindigkeit sollen keine Verzögerungen im Bildaufbau entstehen, die bei einfachen LCDs das Spielen erschweren und Videos bei Bewegungen unscharf erscheinen lassen.

Da der Herstellungsprozess weniger Schritte umfasst und Bildschirme mit teleskopischen Pixeln aus günstigeren Materialien bestehen, sollen diese auch günstiger werden als die Flüssigkristallbildschirme, sagen die Forscher. Die Umstellung der Produktion soll dabei recht einfach sein: Die neuen Displays können auf den Produktionsstraßen hergestellt werden, von denen heute LCDs laufen.

Ihre Entwicklung präsentieren die Forscher, mit Grafiken illustriert, in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Photonics.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 47,49€
  2. 4,26€
  3. 1,99€
  4. 4,99€

MartinP 24. Jul 2008

Das ist korrekt, aber da sie dann auch für eine größere Fläche zuständig sind, müssen...

klemme61 23. Jul 2008

Hehe gut gekontert. Hier bei golem kann man was erleben. Das geht ja bis zu...

Aha!! 23. Jul 2008

Wann haben sie Dir denn die Ganglien hin- und wieder zurückgebogen? Und hin- und wieder...

AG 23. Jul 2008

Genau, wer lesen kann, ist klar im Vorteil, zumal der Artikel sogar kostenlos erhältlich...

PCuser 23. Jul 2008

Ack, zudem blassen Spiegel auch aus. Grüße


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Autonomes Fahren: Wenn der Wagen das Volk nicht versteht
Autonomes Fahren
Wenn der Wagen das Volk nicht versteht

VW testet in Hamburg das vollautonome Fahren in der Stadt - und das recht erfolgreich, wie eine Probefahrt zeigt. Als größtes Problem erweist sich ausgerechnet die Höflichkeit der Fußgänger.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Volkswagen ID. Space Vizzion als Elektrokombi vorgestellt
  2. Elektroauto von VW Es hat sich bald ausgegolft
  3. ID.3 kommt Volkswagen verkauft den E-Golf zum Schnäppchenpreis

Frauen in der IT: Ist Logik von Natur aus Männersache?
Frauen in der IT
Ist Logik von Natur aus Männersache?

Wenn es um die Frage geht, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden?
Von Valerie Lux

  1. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  2. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen
  3. IT-Freelancer Paradiesische Zustände

Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test: Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen
Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test
Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen

Was passiert, wenn ein 13-Zoll-Notebook ein 15-Zoll-Panel erhält? Es entsteht der Surface Laptop 3. Er ist leicht, sehr gut verarbeitet und hat eine exzellente Tastatur. Das bereitet aber nur Freude, wenn wir die wenigen Anschlüsse und den recht kleinen Akku verkraften können.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Surface Laptop 3 mit 15 Zoll Microsoft könnte achtkernigen Ryzen verbauen

    •  /